Fort Orange, Archäologische Stätte und ehemaliges Fort in Albany, Vereinigte Staaten
Fort Orange war eine vierseitige Anlage mit Holzpalisaden, mehreren Gebäuden und einem Gerichtshaus, deren Innenfläche etwa fünfzig Meter maß. Die Anlage stand nahe dem heutigen Stadtzentrum von Albany am Westufer des Hudson River, wo heute nur noch archäologische Überreste erhalten sind.
Die Westindische Kompanie gründete diesen Posten 1624 als erste dauerhafte niederländische Niederlassung in Nieuw-Nederland, nachdem ein früheres Fort durch Überschwemmungen aufgegeben werden musste. Die Briten übernahmen die Festung 1664 und benannten sie um, woraufhin sie mehrere Jahrzehnte lang als militärischer Stützpunkt diente.
Der Name erinnert an das niederländische Königshaus Oranien-Nassau, das im frühen 17. Jahrhundert die Niederlande regierte. Die heutige Gedenkstätte bewahrt den Ort, an dem europäische Händler und einheimische Völker direkt miteinander verhandelten und Pelze gegen Metallwaren oder Textilien tauschten.
Die Ausgrabungsstätte liegt im heutigen Stadtgebiet und ist über öffentliche Wege gut erreichbar, auch wenn die ursprünglichen Mauern nicht mehr sichtbar sind. Besucher finden Informationstafeln, die den Grundriss und die Bedeutung der ehemaligen Anlage erklären.
Ausgrabungen brachten zahlreiche Tabakpfeifen aus Ton und Alltagsgegenstände zutage, die zeigen, wie die Bewohner des 17. Jahrhunderts lebten und rauchten. Manche Stücke tragen noch Verzierungen oder Herstellermarken, die auf Werkstätten in Amsterdam oder anderen niederländischen Städten hindeuten.
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