K-25, Nuklearanreicherungsanlage in Oak Ridge, Tennessee, Vereinigte Staaten
K-25 war eine Urantrennanlage in Oak Ridge, Tennessee, die während des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des Manhattan-Projekts gebaut wurde. Der riesige U-förmige Bau erstreckte sich über die bewaldete Landschaft und beherbergte kilometerlange Röhrensysteme, die das Uran durch Gasdiffusion trennten.
Die Fabrik wurde 1943 hastig errichtet, um angereichertes Material für die ersten Atomwaffen zu produzieren, und war bereits 1945 betriebsbereit. Nach Kriegsende blieb sie für Jahrzehnte in Betrieb und wurde später ein Zentrum für die Wiederverwendung und Entsorgung von Nuklearmaterial, bevor der größte Teil in den 2010er-Jahren abgerissen wurde.
Die Anlage war von einer geheimen Gemeinschaft bewohnt, die im Hochland von Tennessee lebte und arbeitete, ohne dass die meisten Familienmitglieder wussten, was dort genau entstand. Diese künstlich geschaffene Stadt brachte Arbeiter aus allen Teilen Amerikas zusammen, die unter strengster Geheimhaltung technische Pionierarbeit leisteten und nach dem Krieg in die Geschichte eingingen.
Das Gelände gehört heute zum Manhattan Project National Historical Park, wo Besucher das kleine Museum und Ausstellungsstücke besichtigen können, die an die industrielle und wissenschaftliche Epoche erinnern. Da die meisten Gebäude abgetragen wurden, sollte man sich auf Informationstafeln und rekonstruierte Räume konzentrieren, um die Größe der Anlage zu verstehen.
Die Fabrik verbrauchte während des Krieges so viel Elektrizität, dass sie zeitweise mehr Strom benötigte als ganze Städte wie Boston oder Philadelphia. Ihre Existenz blieb ein derart gut gehütetes Geheimnis, dass selbst die örtlichen Bewohner und viele der Angestellten nicht wussten, was hinter den Zäunen tatsächlich geschah.
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