Wainwright Building, Chicago School Bürogebäude in der Innenstadt von St. Louis, USA
Das Wainwright Building ist ein Bürogebäude aus der Tradition der Chicago School an der 709 Chestnut Street im Zentrum von St. Louis. Die zehn Stockwerke ruhen auf einem Sockel aus braunem Sandstein, darüber erheben sich Wände aus rotem Backstein, abgeschlossen durch dekorative Terrakotta-Paneele an der oberen Fassade.
Die Architekten Adler und Sullivan vollendeten den Bau im Jahr 1891 und schufen damit eines der ersten Bürohochhäuser mit durchgehender Stahlrahmenkonstruktion. Diese Bauweise setzte neue Maßstäbe für die Entwicklung vertikaler Architektur in amerikanischen Großstädten.
Der Name geht auf Ellis Wainwright zurück, einen Bierbrauer, der das Gebäude als Investitionsprojekt errichten ließ und damit eine neue Art von Geschäftsimmobilie in St. Louis etablierte. Besucher bemerken heute die naturalistischen Ornamente an der Fassade, darunter Blattmotive und runde Fenster, die auf handwerkliche Detailarbeit der damaligen Zeit hinweisen.
Das Gebäude liegt zentral in der Innenstadt und ist von außen jederzeit zugänglich für Fotoaufnahmen und architektonische Betrachtungen. Der Zugang zum Inneren bleibt nach der Versteigerung im September 2024 und den geplanten Umbauarbeiten vorerst eingeschränkt.
Frank Lloyd Wright bezeichnete diesen Bau als ersten echten architektonischen Ausdruck eines stählernen Bürogebäudes in Amerika. Diese Einschätzung eines der einflussreichsten Architekten des Landes unterstreicht die Rolle des Gebäudes als Wendepunkt im Hochhausbau.
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