Bahá'í House of Worship for the North American Continent, Religiöser Tempel in Wilmette, Vereinigte Staaten
Das Bahá'í-Haus der Andacht für den nordamerikanischen Kontinent ist ein religiöses Gebäude in Wilmette, einem Vorort von Chicago am Ufer des Michigansees. Die Kuppel erhebt sich über einen großen Gebetsraum ohne Bänke oder Altäre, von allen Seiten durch filigrane Betonplatten mit durchbrochenen Mustern erhellt.
Der erste Spatenstich erfolgte 1921, doch die Arbeiten stockten mehrmals wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten in den 1930ern und erneut während des zweiten Weltkriegs. Der Tempel wurde schließlich 1953 geweiht und später in das nationale Denkmalregister aufgenommen.
Die Neunzahl kehrt im Tempel immer wieder: neun Eingänge, neun Brunnen in den Gärten und neun Bögen an der Basis der Kuppel, eine Zahl, die in der Baháʼí-Religion Vollständigkeit symbolisiert. Heute kommen Menschen verschiedener Glaubensrichtungen hierher, um in Stille zu beten oder sich in den offenen Andachtsräumen zu sammeln.
Der Eintritt ist frei und Führungen werden regelmäßig angeboten, sodass man das Innere und die Gärten in Ruhe besichtigen kann. Die Besucher werden gebeten, leise zu sprechen und andächtige Stille zu respektieren, da der Raum für Gebet und Meditation genutzt wird.
Während des Krieges nutzten Piloten der nahegelegenen Marinebasis Glenview den markanten Bau als Orientierungspunkt über dem Michigansee und nannten ihn Point Oboe im Funkverkehr. Die Kuppel war bei klarem Wetter aus großer Höhe gut sichtbar und half Flugzeugen beim Anflug auf die Küste.
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