Chaltschajan, Archäologische Stätte in der Region Surchandarja, Usbekistan
Khalchayan ist eine archäologische Stätte in der Region Surchandarja im Süden Usbekistans, bestehend aus einer Festung mit Verteidigungsmauern, Wasserkanälen und einem Palastgebäude. Der Palast ist das am besten erhaltene Gebäude der Anlage und enthält bemalte Terrakottaskulpturen, die bei Ausgrabungen freigelegt wurden.
Die Siedlung wurde Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. gegründet und gehörte später zum Einflussbereich der Kuschana-Dynastie. Unter der Herrschaft der Kuschana erlebte die Stätte eine Phase des Ausbaus, die ihr architektonisches Erscheinungsbild bis heute prägt.
Der Hauptpalast besitzt einen Saal mit vier Säulen, in dem bemalte Terrakottafiguren Herrscher, Gottheiten und berittene Krieger darstellen. Diese Figuren wurden in verschiedenen Höhen angeordnet, was auf eine klare Vorstellung von Rang und Macht hindeutet.
Das Gelände liegt etwa 10 Kilometer von der Stadt Denau entfernt und ist am besten mit einem privaten Fahrzeug erreichbar. Vor Ort sollte man mit unbefestigten Wegen und freiliegenden Fundamenten rechnen, daher sind festes Schuhwerk und genügend Wasser empfehlenswert.
Einige der in Khalchayan gefundenen Terrakottafiguren zeigen individuelle Gesichtszüge, was für die antike Skulptur Zentralasiens ungewöhnlich ist. Das deutet darauf hin, dass es sich bei manchen Figuren um Porträts realer Personen handeln könnte, nicht nur um idealisierte Typen.
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