Mir-i-Arab-Medrese, Islamisches Bildungsgebäude in Buchara, Usbekistan
Die Medersah Mir-i-Arab ist ein religiöses Schulgebäude in Bukhara mit zwei großen blauen Kuppeln und detaillierten Mosaikmustern an den Fassaden. Das Bauwerk besteht aus einem zentralen Hof, umgeben von symmetrischen Arkaden und Räumen mit geometrischen Ornamenten.
Das Gebäude entstand in den 1530er Jahren unter der Herrschaft der Shaybaniden und wurde durch Einnahmen aus militärischen Feldzügen finanziert. Es blieb auch während der sowjetischen Zeit in Betrieb und ist damit eine der ältesten noch funktionierenden Schulen der Region.
Die Medersah funktioniert bis heute als aktive Lernstätte für islamische Gelehrte und prägt das religiöse Leben der Stadt. Bessucher können sehen, wie Schüler hier täglich studieren und sich auf ihre Aufgaben als künftige Imame vorbereiten.
Das Gebäude liegt direkt neben der Moschee Kalyan im Komplex Poi-Kalon und ist täglich für Besucher zugänglich. Man kann den Innenhof erkunden und die Architektur bewundern, ohne dass spezielle Vorkenntnisse nötig sind.
Im Inneren des Gebäudes befindet sich das Grabmal von Scheich Abdullah Yamani, einem jemenitischen Gelehrten, der die geistliche Leitung der Shaybaniden-Herrscher innehatte. Dieser Grababschnitt zeigt die Verbindung zwischen Bukhara und dem globalen islamischen Netzwerk dieser Epoche.
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