Queen Arwa Mosque, Moschee in Jibla, Jemen.
Die Königin-Arwa-Moschee ist ein islamisches Gotteshaus in der Altstadt von Jibla im Jemen, das um einen zentralen steinernen Innenhof gebaut ist, der von vier Bogengängen umgeben wird. Das Gebäudeensemble umfasst mehrere Gebetsbereiche sowie ein königliches Mausoleum in einem der Winkel des Geländes.
Das Gebäude wurde 1056 ursprünglich als Palast errichtet und rund 30 Jahre später in eine Moschee umgewandelt, als Jibla zum politischen Mittelpunkt der Region wurde. Königin Arwa, nach der die Moschee benannt ist, regierte von hier aus und ist in dem angeschlossenen Mausoleum begraben.
Die Moschee trägt den Namen einer der wenigen Frauen, die in der islamischen Geschichte als Herrscherin anerkannt wurden und deren Name noch heute im Freitagsgebet genannt wird. Wer den Innenhof betritt, sieht an den Wänden kalligrafische Inschriften und geometrische Muster, die direkt auf diese Herrscherinnen-Tradition verweisen.
Das Gelände ist über zwei separate Eingänge zugänglich, die jeweils zu verschiedenen Teilen der Anlage führen. Es empfiehlt sich, sich vor dem Besuch einen Überblick über die Grundrisse zu verschaffen, da die Bereiche nicht alle miteinander verbunden sind.
Das östliche Minarett hat eine quadratische Steinbasis mit sechzehn markanten Rippen, eine Bauform, die im mittelalterlichen Jemen kaum verbreitet war. Diese ungewöhnliche Konstruktion macht das Minarett zu einem seltenen Beispiel seiner Art in der gesamten Region.
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