Grotwoning De Kluis, Unterirdische Wohnung in Sint Pieter, Niederlande
Grotwoning De Kluis ist eine in Kalkstein gehauene Wohnhöhle am Hang des Sint-Pietersberg in der Nähe von Maastricht. Mehrere miteinander verbundene Räume durchziehen das Innere der Felswand und schaffen ein unterirdisches Wohnensemble.
Ab 1680 diente diese unterirdische Stätte als Einsiedlerei, wobei Bruder Nicolaes und seine Gefährten unter den ersten dokumentierten Bewohnern waren. Ihre Anwesenheit signalisierte eine Umwandlung des Ortes von einem reinen Abbaugebiet zu einem religiösen Rückzugsort.
Der Höhlenwohnraum zeigt, wie Menschen in dieser Region jahrhundertelang mit Kalkstein lebten und ihn gewannen. Die ausgehöhlten Räume sind Zeugnisse dieser enge Verbindung zwischen Abbau und Wohnkultur.
Der Eingang bleibt aus Sicherheitsgründen versperrt, ermöglicht aber kleinen Öffnungen, die Fledermäusen als Unterschlupf dienen. Besucher können die äußere Struktur und die natürliche Umgebung der Stätte erkunden, ohne das Innere zu betreten.
Im Zweiten Weltkrieg wurden hier über 750 niederländische Gemälde, darunter Werke von Rembrandt, vor möglicher Zerstörung geschützt. Diese unterirdischen Räume dienten als Zufluchtsort für nationale Kunstschätze während der Besatzungszeit.
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