Blaufarbenwerk Modum, Kunstmuseum und Fabrik in Modum, Norwegen.
Blaafarveværket ist ein ehemaliger Kobaltverwertungskomplex am Fuße des Wasserfalls Haugfossen in Modum. Das Gelände umfasst Gebäude verschiedener Epochen, unterirdische Stollen, Kunstgalerien und Ausstellungsflächen, die die alte Industrieanlage nutzen.
Das Werk wurde 1776 gegründet und entwickelte sich schnell zur weltweit größten Quelle für blaue Farbpigmente. Im Laufe des 19. Jahrhunderts befand sich hier die Mehrheit der Kobaltproduktion für Porzellan und Glasherstellung in Europa.
Der Ort trägt den Namen der blauen Farbpigmente, die hier einst hergestellt wurden und das Tal prägten. Heute zeigen die Galerien nordische Kunstwerke, während die alten Produktionsstätten sichtbar bleiben und das Industrieerbe mit modernem Kunstschaffen verbinden.
Besucher können an Führungen durch die Bergbautunnel teilnehmen, mehrere Kunstgalerien erkunden und in den Restaurants vor Ort essen. Handwerkliche Waren sind in den Läden im Gelände erhältlich, und das Freiluft-Layout ermöglicht es, sich selbst zu orientieren.
Die unterirdischen Stollen waren früher Arbeitsstätten und sind heute Kunsträume, wo die Rohstoffverarbeitung direkt neben modernen Installationen sichtbar bleibt. Diese Vermischung von Bergbaugeschichte und zeitgenössischer Kreativität im selben Raum ist ungewöhnlich für Industriemuseen.
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