Vigan City, Koloniale Erbestadt in Ilocos Sur, Philippinen
Vigan ist eine Kolonialstadt in der Provinz Ilocos Sur auf der Insel Luzon, deren Kern aus einem Netz von Gassen mit einstöckigen und zweistöckigen Steinhäusern besteht. Die Fassaden zeigen verglaste Galerien aus Holz, massive Mauern aus Korallenstein und breite, flache Dächer aus gebrannten Ziegeln.
Die Ansiedlung entstand auf dem Gelände eines chinesischen Handelspostens, den spanische Truppen ab 1572 besetzten und in ein befestigtes Verwaltungszentrum umwandelten. Der neue Ort diente drei Jahrhunderte lang als Stützpunkt für den Galeonenhandel und die Kontrolle der nördlichen Küste.
Die Straßen werden von Kalesas durchquert, zweispännigen Kutschen mit Holzrädern, die noch heute im Stadtverkehr eingesetzt werden. Ihre rhythmischen Hufschläge auf dem Kopfsteinpflaster prägen das Klangbild der Altstadt.
Die historischen Gassen sind am frühen Morgen und am späten Nachmittag ruhiger, wenn das Licht die Fassaden weicher beleuchtet und weniger Besucher unterwegs sind. Das Zentrum lässt sich zu Fuß erkunden, wobei feste Schuhe wegen des unebenen Pflasters sinnvoll sind.
In den Mauern vieler Gebäude wurden Korallenblöcke als Baumaterial verwendet, die vom nahegelegenen Meeresgrund gewonnen wurden und an den Außenwänden oft sichtbare Porenmuster hinterlassen. Diese Porosität half, die tropische Feuchtigkeit aus den Innenräumen fernzuhalten.
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