Shrine of Lal Shahbaz Qalandar, Sufi-Heiligtum in Sehwan, Pakistan
Das Heiligtum in Sehwan ist ein Mausoleum mit einer großen vergoldeten Kuppel und weißen Marmormauern, die mit glasierten Kacheln und Spiegeldekorationen verziert sind. Die Architektur folgt persisch-islamischen Baumustern und prägt das Innere mit funkelnden Verzierungen und reichhaltiger Dekoration.
Das Mausoleum wurde 1356 unter der Herrschaft von Shah Tughluq erbaut, um die Überreste des Sufi-Heiligen Lal Shahbaz Qalandar aus dem 13. Jahrhundert zu beherbergen. Der Ort entwickelte sich zu einem zentralen Wallfahrtsziel für verschiedene Glaubensgemeinschaften in der Region.
Der Schrein ist ein Ort, an dem Muslime und Hindus gemeinsam verehren und spirituelle Praktiken teilen. Die muridiani, Frauen die hier tätig sind, führen Wassersegnungen durch und verbinden dabei unterschiedliche Glaubenstraditionen miteinander.
Das Heiligtum ist besonders an Donnerstagen belebt, wenn Tausende von Besuchern eintreffen, um zu beten und an Zeremonien teilzunehmen. Der Haupteingang führt zur inneren Kammer, wo sich ein silbernes Baldachin-Grabmal befindet, das den Mittelpunkt des Heiligtums bildet.
Der Ort ist bekannt für dhamaal-Zeremonien, bei denen Teilnehmer zu schnellen Trommeln rhythmisch tanzen und in meditative Zustände eintreten. Diese Form des mystischen Tanzes ist tief in der Sufi-Tradition verwurzelt und findet regelmäßig an diesem Heiligtum statt.
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