Kathedrale von Lissabon, Romanische Kathedrale in Alfama, Portugal.
Die Kathedrale Santa Maria Maior steht im Stadtteil Santa Maria Maior und zeigt zwei wuchtige romanische Türme und eine befestigte Hauptfassade mit Zinnen. Das Innere beherbergt mehrere Seitenkapellen, einen gotischen Kreuzgang mit Säulengang und eine Schatzkammer mit liturgischen Gegenständen aus verschiedenen Epochen.
Der Bau begann 1147 unter König Afonso I., nachdem eine Moschee an diesem Ort beseitigt worden war, um das erste christliche Gotteshaus der neu eroberten Stadt zu errichten. Spätere Erdbeben im 14. und 18. Jahrhundert führten zu gotischen und barocken Umbauten, die das ursprüngliche romanische Erscheinungsbild teilweise veränderten.
Der portugiesische Name Sé stammt vom lateinischen Wort sedes und bezieht sich auf den Bischofssitz, der hier seit der Rückeroberung der Stadt steht. Besucher sehen an den Wänden Azulejos und bemalte Altäre, die über Jahrhunderte hinweg gestiftet wurden und heute noch für Gottesdienste genutzt werden.
Der Eingang zur Kirche ist frei zugänglich, doch für Kreuzgang und Schatzkammer ist ein separater Eintrittspreis fällig, der auch den Zugang zu den archäologischen Ausgrabungen umfasst. Die Gassen rund um das Gebäude sind schmal und teilweise steil, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für den Weg durch das Viertel.
Unter dem Kreuzgang liegen Überreste aus drei Epochen: römische Fundamente, westgotische Spuren und muslimische Strukturen, die beim Freilegen des Untergrunds ans Licht kamen. Besucher können durch gläserne Böden direkt auf diese Schichten blicken und die aufeinanderfolgenden Besiedlungen des Ortes nachvollziehen.
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