Palácio de São Bento, Legislativgebäude im Stadtteil Estrela, Lissabon, Portugal
Der São-Bento-Palast steht im Lissabonner Viertel Estrela als neoklassizistisches Verwaltungsgebäude und beherbergt heute das portugiesische Parlament. An der Hauptfassade fallen vier weibliche Steinfiguren auf, die unter dem Dreiecksgiebel über dem Eingang stehen.
Der Ursprung des Komplexes geht auf ein Benediktinerkloster zurück, das Ende des 16. Jahrhunderts entstand. Nach dem Ende der Liberalen Kriege in den 1830er Jahren übernahm das portugiesische Parlament die Räumlichkeiten, die seitdem für gesetzgeberische Zwecke genutzt werden.
Der Palast trägt seinen Namen nach den Benediktinermönchen, die hier einst lebten, während die geschwungene Treppe im Inneren heute den Weg zu den Arbeitsbereichen der Abgeordneten markiert. Besucher bemerken die Kombination aus klösterlichen Raumproportionen und parlamentarischen Funktionen, die dem Gebäude seinen besonderen Charakter verleihen.
Die öffentlichen Führungen durch das Innere des Gebäudes finden am letzten Samstag im Monat statt und zeigen die historischen Säle und parlamentarischen Bereiche. Die Gärten im Außenbereich öffnen sonntags für Besucher, die einen ruhigen Spaziergang zwischen den gepflegten Beeten und Wegen genießen möchten.
Auf dem Platz vor dem Gebäude befindet sich ein Relief des Künstlers Vhils, das Gesichter aus der Nelkenrevolution von 1974 in eine Steinwand gemeißelt zeigt. Das Werk entstand durch eine spezielle Technik des Aushöhlens und Abtragens der Oberfläche, die dem Wandbild Tiefe und Textur verleiht.
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