Miróbriga, römische Stadt im heutigen Portugal
Miróbriga ist eine römische Stadt auf einer Anhöhe nahe Santiago do Cacém, wo Ruinen von Straßen, Häusern, einem Forum und Tempeln sichtbar sind. Der Ort erstreckt sich über etwa zehn Hektar und zeigt die typische Anordnung einer römischen Siedlung mit öffentlichen Plätzen, privaten Wohnbereichen und Unterhaltungsanlagen.
Die Siedlung begann in der Eisenzeit um 500 v.Chr. als lokale Gemeinschaft und wuchs unter römischer Herrschaft zu einem bedeutenden Zentrum heran, das im 2. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte. Nach dem 5. Jahrhundert wurde der Ort allmählich aufgegeben, als die römische Macht schwand und Bewohner fortgingen.
Miróbriga zeigt, wie sich die lokale Bevölkerung mit römischen Bräuchen vermischte. Die beiden Badeanlagen, getrennt nach Geschlecht, deuten darauf hin, wie alltägliche Rituale in dieser Gemeinde abliefen, während das Hippodrom als Treffpunkt für Pferderennen und öffentliche Versammlungen diente.
Der Ort ist leicht erreichbar und liegt direkt neben der Hauptstraße mit Parkplätzen in der Nähe. Besucher sollten mit unebenen gepflasterten Wegen rechnen und finden informative Beschilderung vor Ort, während Führungen für Gruppen verfügbar sind.
Ein ausgeklügeltes Hypokaustsystem mit Ziegelgewölben unter den Bädern ermöglichte es, Wasser und Luft zu verteilen und die Pools zu heizen. Etwa einen Kilometer entfernt zeigen die Überreste eines Hippodroms, das etwa 370 Meter lang war, die Bedeutung von Pferderennen und Zucht in dieser lokalen Kultur.
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