Synagoge in der Josefstadt, Orthodoxe Synagoge im Stadtteil Iosefin, Timișoara, Rumänien.
Die Iosefin-Synagoge in Timișoara ist ein orthodoxes Gotteshaus mit vier Kuppeln und schmalem Fensterwerk in Hufesenform an der Fassade. Das Gebäude an der Iuliu-Maniu-Straße 55 zeigt maurisch beeinflusste Backsteinarbeit mit Zahnschnittmuster.
Karl Hart, ein katholischer Architekt aus dem serbischen Banat, entwarf das Gebäude 1895 nach orthodoxem Ritus. Der damalige Bürgermeister Carol Telbisz eröffnete es mit einem zeremoniellen Schlüssel.
Das Innere zeigt geometrische Muster an den Wänden und vier gusseiserne Säulen, die Deckenbögen tragen. Der hölzerne Aron HaKodesh bewahrt die Torarollen auf und bildet das Zentrum des Gebetsraums.
Das Gebäude liegt im Iosefin-Viertel und ist von außen gut sichtbar mit seinem markanten Kuppeldach. Wer innen schauen möchte, sollte sich über Besuchszeiten und Zugang vorab informieren, da es ein aktiver Gebetsort ist.
Der Komplex hatte einst mehr als nur einen Gebetsort - dahinter lagen ein Kindergarten, ein rituelles Badhaus und eine koschere Schlachterei. Diese nebeneinander liegenden Einrichtungen bildeten einmal das Zentrum des jüdischen Gemeinschaftslebens im Viertel.
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