Dealu Monastery, Orthodoxes Kloster im Kreis Dâmbovița, Rumänien
Das Kloster Dealu ist eine Klosteranlage 6 km nördlich von Târgoviște, deren einziges erhaltenes mittelalterliches Gebäude die St.-Nikolaus-Kirche ist. Die Kirche ist ein hoher triconcher Bau aus hellem Kalkstein, 21,20 m lang, 8 m breit und 24 m hoch, mit einer Hauptkuppel und zwei kleineren Kuppeln über dem verlängerten Narthex. Ihre Fassaden sind vollständig mit behauenem Stein verkleidet und durch ein Mittelband in zwei Register von Blendarkaden geteilt.
Eine Klostersiedlung ist am 17. November 1431 urkundlich belegt, als Alexandru I Aldea ihr zwei Dörfer schenkte; gegründet wurde sie wahrscheinlich von Mircea dem Älteren. Radu der Große ließ sie zwischen 1499 und 1501 in ihrer heutigen Form von Grund auf neu errichten, und die Anlage wurde unter Vlăduț Voievod 1510–1512 vollendet. 1508 druckte hier der serbische Mönch Macarie das erste Buch der rumänischen Länder, ein Liturghier.
Das Kloster ist heute ein aktives Nonnenkloster. Sein Name stammt von dem Hügel (deal), auf dem es steht. Besucher können die gemeißelten Steinbögen an der Kirchenfassade und die Gräber walachischer Herrscher im Narthex sehen, darunter das Haupt von Mihai Viteazul.
Das Kloster liegt 6 km nördlich von Târgoviște; die letzten 2 km sind ein steiler, kurvenreicher Anstieg bis zur Kuppe. Die Nikolauskirche ist der einzige erhaltene Bau der alten Anlage, daher sollte man für den Aufstieg Zeit einplanen und festes Schuhwerk tragen.
Der Narthex birgt einen der größten Grabräume Rumäniens: Hier liegen Vlad II. Dracul, Vladislav II., Radu IV. cel Mare, Vlad V. cel Tânăr, Radu VI. Bădica, Vlad VII. Înecatul und Mihail Movilă begraben, dazu der Kopf von Mihai Viteazul. Die zwei Türme über dem verlängerten Narthex kennzeichnen diese Grabfunktion.
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