Târgu de Floci, Mittelalterliche Ruinen am Donauufer in Giurgeni, Rumänien.
Târgu de Floci ist eine mittelalterliche Handelsstadt, deren Ruinen sich über mehrere Erhebungen am Zusammenfluss von Ialomița und Donau erstrecken. Die Ausgrabungsstätten zeigen Fundamente von Wohnhäusern, Werkstätten und Kirchenbauten aus Stein und Holz, die einst ein geschäftiges Zentrum bildeten.
Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1431 unter der Herrschaft von Dan II., als der Ort bereits als Handelsplatz bekannt war. Im Laufe des 15. Jahrhunderts wuchs die Siedlung durch den Warenverkehr zwischen Donauraum und Innerer Walachei zu einem wichtigen Knotenpunkt.
Der Name verbindet das rumänische Wort für Markt mit einem lokalen Personennamen und deutet auf die kommerzielle Rolle der Ansiedlung hin. Besucher sehen heute Überreste von Fundamenten und Gräbern, die zeigen, wie Händler und Handwerker einst an diesem Knotenpunkt zwischen Fluss und Donau lebten.
Die Ruinen liegen in der Gemeinde Giurgeni im Kreis Ialomița und sind über Landstraßen von Slobozia aus erreichbar. Die Fundstätten befinden sich auf offenen Feldern, daher ist festes Schuhwerk hilfreich und die Strecke kann bei Regen rutschig werden.
Archäologen fanden zwei Skelette außerhalb der abgegrenzten Friedhofsflächen, wobei eines von ihnen mit einer Münze aus der Zeit Ferdinands I. beigesetzt war. Diese Entdeckung deutet auf besondere Bestattungsriten oder soziale Umstände hin, die von der üblichen Praxis der Gemeinde abwichen.
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