Schloss Martinuzzi, Renaissance-Schlossruine in Vințu de Jos, Rumänien
Martinuzzi Castle sind Wehrbauwerksruinen in Vințu de Jos mit sechseckiger Grundform und zentralem Hof, an dessen Wällen Renaissance-Merkmale erkennbar bleiben. Der Komplex stand einst neben der evangelischen Kirche des Ortes, an der Stelle wo die Flüsse Mureș und Pianu zusammenfließen.
Im Jahr 1546 übereignete der König das Anwesen dem Bischof Georg Martinuzzi, der ein ehemaliges Dominikanerkloster in eine befestigte Residenz umwandelte. Der Bau blieb jedoch unvollendet, nachdem Martinuzzi 1551 innerhalb der Mauern hingerichtet wurde.
Die Burg spiegelt in ihren Grundrissen und erhaltenen Mauern die Anfänge italienischer Renaissancebauweise in Siebenbürgen wider, wie sie im 16. Jahrhundert von italienischen Handwerkern umgesetzt wurde. Besucher können heute noch erkennen, wie diese südeuropäischen Einflüsse die Bauform geprägt haben.
Das Gelände ist jederzeit zugänglich und bietet auf der Fläche ausreichend Platz zum Umhergehen und Erkunden der Grundmauern. Der Ort eignet sich besonders gut, um die Lage zwischen den beiden Flüssen zu verstehen und die Umgebung des Ortes kennenzulernen.
Der Bau wurde durch ein politisches Drama geprägt: Der Kommandant Giovanni Battista Castaldo tötete Martinuzzi 1551 innerhalb der Burgmauern, was das Projekt für immer unterbrach. Dieses unerwartete Ereignis machte die unvollendete Struktur zu einem unbewussten Denkmal eines vergangenen Konflikts.
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