Gazivodasee, Künstlicher Stausee in der Region Kosovska Mitrovica, Kosovo und Serbien.
Der Gazivoda-See ist ein Stausee in der Region Kosovska Mitrovica, der sich zwischen Kosovo und Serbien erstreckt. Das Wasser wird von zwei Kraftwerken zur Kühlung genutzt und versorgt auch die landwirtschaftlichen Flächen in den umliegenden Gemeinden mit Wasser.
Der See wurde zwischen 1973 und 1977 als Teil des Ibar-Lepenc-Wasserkraftsystems erbaut, mit finanzieller Unterstützung durch Jugoslawien und die Weltbank. Das Projekt war ein großes Infrastrukturvorhaben, das die Energieversorgung und Wasserwirtschaft der Region umgestalten sollte.
Das Gebiet rund um den See enthält archäologische Funde aus römischer Zeit und mittelalterliche Überreste. Besucher können an den Ufern Spuren dieser früheren Besiedlung entdecken, die von der langen Geschichte der Region zeugen.
Der See ist am leichtesten mit dem Auto zu erreichen, wobei die Straßen in der Region gut erhalten sind und gute Beschilderung vorhanden ist. Besucher sollten beachten, dass der Zugang zu einigen Bereichen aufgrund der Nähe zu Energieeinrichtungen eingeschränkt sein kann.
Mittelalterliche Grabsteine, die aus dem Seebecken geborgen wurden, zeigen, dass Siedlungen existierten, bevor das Gebiet während der Stauseekonstruktion geflutet wurde. Diese Funde geben einen seltenen Einblick in Gemeinschaften, die unter Wasser liegen und nun Teil der Seenlandschaft sind.
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