Kuskowo, Palastanwesen aus dem 18. Jahrhundert im Bezirk Veshnyaki, Moskau, Russland
Kuskovo ist ein Anwesen aus dem 18. Jahrhundert im Moskauer Bezirk Weschnjaki, das sich über eine große Fläche mit Hauptgebäude, formalen Gärten, Teichen und mehreren Pavillons erstreckt. Die Anlage verbindet neoklassizistische Architektur mit Elementen französischer Gartenkunst und beherbergt heute ein Keramikmuseum mit umfangreicher Sammlung.
Graf Boris Scheremetew erwarb das Gut 1715 und ließ es zu einer großzügigen Sommerresidenz ausbauen, die unter seinem Sohn Pjotr weitere Erweiterungen erfuhr. Das Ensemble wurde nach der Revolution von 1917 verstaatlicht und als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Name Kuskovo stammt vom russischen Wort für Abschnitt oder Stück und bezieht sich auf die frühere Form des Anwesens als Teil eines größeren Landbesitzes. Das Gelände wird heute von Einheimischen für Spaziergänge genutzt, während Besucher durch die erhaltenen Salons und Galerien schlendern können.
Das Gelände ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Zentrum Moskaus gut erreichbar und bietet während der regulären Öffnungszeiten Zugang zu den Außenanlagen und Innenräumen. Im Sommer lohnt sich ein längerer Aufenthalt, um durch die weitläufigen Gärten zu spazieren und die einzelnen Pavillons zu besichtigen.
Der Grotten-Pavillon ist mit echten Muscheln verziert, die an der Innenwand angeordnet sind und maritime Motive nachbilden. Diese Technik war im 18. Jahrhundert in Russland selten und zeigt die damalige Begeisterung für exotische Gestaltungselemente.
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