Manytsch-Gudilo, Geschützter Salzsee in Kalmückien und Region Stawropol, Russland
Manych-Gudilo ist ein salzhaltiger Flachsee in Kalmückien und der Region Stawropol, der sich über weite Ebenen erstreckt und von trockenen Steppen umgeben ist. Das Wasser bleibt ganzjährig flach und bildet zahlreiche Inseln und Sandbänke, die sich je nach Jahreszeit verschieben.
Das Gebiet diente jahrhundertelang als Wanderroute für Nomaden, die mit ihren Herden zwischen Weidegründen zogen. Die Anerkennung als Feuchtgebiet internationaler Bedeutung erfolgte in den 1990er-Jahren und brachte Schutzmaßnahmen für durchziehende Vögel.
Der Name leitet sich vom Manych-Fluss ab, der diesen flachen See im Frühjahr speist, bevor die Hitze das Wasser teilweise verdunsten lässt. Vogelbeobachter finden am Ufer oft Reste von Salzablagerungen, die bei Niedrigwasser die Uferlinie weiß färben.
Der Wind bläst oft stark über die offene Wasserfläche, daher empfiehlt sich warme Kleidung auch im Sommer. Ein Fernglas hilft beim Beobachten von Vögeln, die sich auf entfernten Inseln niederlassen oder über das flache Wasser ziehen.
Wilde Pferde grasen auf einigen der größeren Inseln und bilden kleine Herden, die man vom Ufer aus sehen kann. Das salzige Wasser begrenzt die Pflanzenvielfalt stark, sodass nur wenige angepasste Arten am Rand wachsen.
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