Wissimski Sapowednik, Naturbiosphärenreservat in der Oblast Swerdlowsk, Russland
Das staatliche natürliche Biosphärenreservat Wissimski umfasst 33.487 Hektar am Westhang des Mittleren Urals, in den Quellgebieten der Flüsse Suljom, Darja und Schischim. Das flachbergige Gelände erreicht am Berg Bolschoi Sutuk 699 m, und 87 % der Fläche sind bewaldet. Die Baumschicht wird von sibirischer Fichte, sibirischer Tanne und Birke beherrscht, zwischen den grünen Nadelbäumen stehen kahle graue Stämme.
Das Reservat wurde am 7. März 1946 per Dekret des Rates der Volkskommissare der RSFSR als „Visim“ auf 56.300 Hektar gegründet. 1951 aufgelöst, wurde es am 6. Juli 1971 auf einem verkleinerten Gebiet von 9.500 Hektar unter seinem heutigen Namen wieder eingerichtet. Enthusiasten schlugen damals vor, es nach dem Schriftsteller Dmitri Mamin-Sibirjak „Maminski“ zu nennen. Die Fläche wuchs 1973 auf 13.500 Hektar und 2001 auf 33.500 Hektar, als es UNESCO-Biosphärenreservat wurde.
Das Reservat ist nach dem Dorf Visim benannt, dem Wohnort des Schriftstellers Dmitri Mamin-Sibirjak, der dort seine Erzählungen über das Landleben im Ural ansiedelte. Bei der Neugründung 1971 schlugen einige Enthusiasten den Namen „Maminski“ zu seinen Ehren vor, doch der Name Wissimski setzte sich durch.
Das Reservat ist ein strenges Sapowednik: Die Kernzone ist für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich, Besuche werden im Voraus mit der Verwaltung vereinbart, deren Hauptbüro in Kirowgrad sitzt. Drei Ökotourismus-Routen entstehen für Inhaber einer Genehmigung; leichter ist der Zugang in den Puffer- und Übergangszonen im Norden, wo Jagd und Fischerei verboten sind.
Die Pilzflora des Schutzgebiets wird intensiv erforscht: Auf der geschützten Fläche wurden 569 agaricoide Taxa nachgewiesen, allein zwischen 2001 und 2006 kamen 172 neue Arten hinzu. Forscher schätzen, dass hier etwa 800 Blätterpilzarten wachsen könnten, vergleichbar mit ganzen Regionen wie der Region Perm oder dem Gebiet Leningrad.
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