Trinity Lutheran Church, Lutherische Kirche im Lefortovo-Bezirk, Moskau, Russland.
Die Trinity Lutheran Church ist eine ehemalige Friedhofskapelle auf dem Wwedenskoje-Friedhof im Moskauer Bezirk Lefortowo, die 1912 nach einem Entwurf des Architekten Wladimir Rudanowski erbaut wurde. Der eingeschossige Bau diente den vier im Friedhofskomitee vertretenen Konfessionen: evangelisch-lutherisch, katholisch, reformiert und anglikanisch. Später wurde er zum Verwaltungsbüro des Friedhofs umgebaut und vor der Weihe 1999 als Kirche restauriert.
Das Gebäude wurde 1912 als Friedhofskapelle nach Plänen des Architekten Wladimir Rudanowski errichtet und diente den lutherischen, katholischen, reformierten und anglikanischen Kirchen im Ausschuss für die Pflege des Friedhofs. Wahrscheinlich in den 1920er- bis 1930er-Jahren geschlossen, wurde die Kapelle nach dem Krieg in den 1950er- bis 1960er-Jahren zum Büro der Friedhofsverwaltung umgebaut. Am 1. Januar 1995 begann die Gemeinde der Heiligen Dreifaltigkeit der Ingermanländischen Kirche hier regelmäßige Gottesdienste; nach einer Restaurierung, finanziert von der Auswärtigen Kirchenhilfe Finnlands und der Diözese Oulu, wurde die Kirche am 12. September 1999 geweiht.
Die Kirche steht auf einem Friedhof, der einst der lutherischen Gemeinschaft Moskaus vorbehalten war, einer Gemeinschaft, die sich hauptsächlich aus Deutschen, Schweden und anderen Ausländern zusammensetzte. Die Grabinschriften rund um das Gebäude sind in mehreren Sprachen verfasst und zeigen, wie international diese Gemeinschaft war.
Das Gebäude liegt auf einem Friedhofsgelände, daher empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen, da die Wege uneben sein können. Die nächste Metrostation ist Baumanskaja, von der aus man das Gelände zu Fuß in östlicher Richtung erreichen kann.
Obwohl die Kirche ein lutherisches Gebäude ist, wurde der Friedhof auch von anderen protestantischen Gemeinschaften genutzt, sodass auf dem Gelände Gräber verschiedener Konfessionen nebeneinander zu finden sind. Dieser konfessionsübergreifende Charakter des Ortes ist noch heute an den Grabsteinen ablesbar.
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