Muslim Cemetery, Islamischer Friedhof in Ufa, Russland
Der Muslimische Friedhof liegt am erhöhten Ufer der Belaja zwischen den Straßen Altaiskaja und Malaja Achtyrskaja und umfasst 5.816 Saschen auf lehmigem, teils steinigem Boden mit Gefällen von Südwest nach Nordost. Ein flacher Graben umgibt ihn, und die Gufran-Moschee steht auf seinem Gelände.
Der Friedhof wird erstmals 1852 erwähnt, als Ufa Flächen für Friedhöfe zuwies; alteingesessene Bürger berichteten, er bestehe seit den 1830er Jahren. 1892–1897 plante eine Kommission, ihn vor die Stadtgrenze zu verlegen, doch wegen seines Alters blieb er an seinem Ort. 2012 erhielt er den Status eines historisch-memorialen Ortes.
Der Friedhof heißt im Volksmund Tatarenfriedhof, sein baschkirischer Name ist Öfö mosolman zıyaratı. Auf dem Gelände steht die Gufran-Moschee, die Trauernde aufnimmt. Zu den Gräbern zählen die des Komponisten Sachir Ismagilow (1917–2003), des Dichters Rami Garipow (1932–1977) und des Volksdichters Baschkortostans Mostai Karim (1919–2005).
Besucher sollten den Friedhof bei Tageslicht besuchen und die Regeln des Friedhofs respektieren, einschließlich angemessener Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt. Es ist ratsam, sensibel mit dem heiligen Raum umzugehen und andere Besucher nicht zu stören.
Der Friedhof war lange ein geschütztes Naturdenkmal: Sein zum Fluss gerichteter Hang beherbergte über 30 für die Felsensteppe typische Arten, darunter den Ural-Endemiten Sibirische Kreuzblume und den seltenen grauen Teresken-Strauch. Viele dieser Pflanzen sind trotz Schutzstatus inzwischen verschwunden.
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