Нероново, Historisches Anwesen im Bezirk Soligalichsky, Russland
Neronowo ist ein ehemaliges Gut der Familie Tscherewin im gleichnamigen Dorf, Rajon Soligalitsch, Oblast Kostroma, am hohen Ufer der Weksa etwa 30 km südlich von Soligalitsch. Im Zentrum stand ein rechteckiges zweistöckiges Ziegelherrenhaus mit den Maßen 24 auf 26,6 m. Die 1790 geweihte Gutskirche der Auferstehung besitzt eine fünfstufige barocke Ikonostase.
Die Familie Tscherewin besaß Neronowo seit 1697. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts umfasste der Gutskomplex etwa zwanzig Gebäude, darunter Gewächshäuser, ein Viehhof mit Reithalle, Ställe und ein Vogelhaus, dazu ein regelmäßiger und ein landschaftlicher Park sowie Obstgärten. Die Gutskirche der Auferstehung wurde 1790 geweiht. Im Dezember 2010 wurden die Gebäude für 594.000 Rubel an Roman Morosow versteigert.
Der Herrensitz war Zentrum des Lebens einer wohlhabenden Familie, die ihre Bildung durch eine umfangreiche Bibliothek zur Schau stellte. Die Kunstsammlungen und Gegenstände im Inneren zeigten den sozialen Status und die literarischen Interessen der Besitzer.
Das Gut liegt etwa 30 km südlich von Soligalich am hohen Ufer der Veksa, nahe der alten Straße nach Tschuchloma. Der erhaltene Komplex besteht aus nicht bewohnten Gebäuden: dem Haupthaus, dem Haus des Verwalters, einem Wirtschaftsflügel, dem Haus des Verwaltergehilfen und einer Badestube, auf einem Grundstück von 162.429 m². Die Gebäude stehen leer und werden nicht als Museum unterhalten; Besuchereinrichtungen gibt es nicht.
Zur Bibliothek gehörten eine slawische Bibel, die Iwan Fjodorow 1581 in Ostrog druckte, und eine handschriftliche Abschrift der Soligalitscher Chronik aus dem 17. Jahrhundert. Aus Neronowo stammen zudem die Porträts der Besitzer, die Mitte des 18. Jahrhunderts der örtliche Porträtmaler G. S. Ostrowski schuf.
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