Pyatnitskoye cemetery, Friedhof im Alexeyevsky-Bezirk, Moskau, Russland.
Der Friedhof Pyatnitskoye liegt im Alexeyevsky-Bezirk von Moskau und erstreckt sich über ein großes Areal mit Reihen von Grabsteinen, Denkmälern und Kolumbarien. Das Gelände zeigt unterschiedliche Denkmalstile aus verschiedenen Epochen und Kulturen.
Der Pjatnizkoje-Friedhof wurde 1771 angelegt, als einer von neun Begräbnisplätzen, die Katharina II. mit Dekret vom 24. März 1771 nach dem Pestaufstand anordnete. Hier stand eine am 23. Dezember 1772 der heiligen Paraskeva von Serbien geweihte Holzkirche; 1830 ließ Priester Fjodor Protopopow an ihrer Stelle die steinerne Dreifaltigkeitskirche beginnen, die 1835 nach einem Entwurf des Architekten A. G. Grigorjew geweiht wurde. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war er vor allem ein Kaufmannsfriedhof.
Der Friedhof verdankt seinen Namen der Seitenkapelle der Paraskeva Pyatnitsa in der Dreifaltigkeitskirche, deren Hauptaltar der Dreifaltigkeit geweiht ist und die auch eine Kapelle des heiligen Sergius besitzt. Die steinerne Kirche, geweiht 1835, ersetzte eine Holzkirche von 1772 und wurde vom Architekten A. G. Grigorjew entworfen. Eine Gedenktafel an der Kirchenwand ehrt den Priester Fjodor Protopopow, der hier 30 Jahre diente und den Steinbau anstieß.
Der Eingang liegt in der Droboliteyny-Gasse 5, Gebäude 3, im Bezirk Alexejewski, gleich neben dem Prospekt Mira hinter der Krestowski-Überführung; die Gasse endet am dreistufigen Glockenturm. Das Gelände umfasst 14 Hektar in 30 Parzellen, für den Weg zwischen den Kirchen und den entfernten Abschnitten sollte man Zeit einplanen. Die Metrostation Rischskaja liegt südlich des Hauptgeländes.
Die Kaufmannsgräber sind bewusst schlicht: schwarze Marmorkapellen ohne weinende Engel oder Statuen, nur mit genauen Angaben. Auf einem steht, der Kaufmann Alexei Frolow sei am 11. Februar 1827 um 4 Uhr morgens geboren und am 21. Januar 1896 um 4 Uhr morgens gestorben, nach 68 Jahren, 11 Monaten und 11 Tagen. Der Historiker Juri Rjabinin fand, dieser Formalismus charakterisiere den Verstorbenen besser als jede Grabinschrift.
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