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Ostanatolien breitet seine Schätze zwischen antiken Ruinen, steinernen Festungen und Berglandschaften aus, die Jahrtausende der Geschichte erzählen.
Ostanatolien bewahrt die Spuren mehrerer Jahrtausende Geschichte. Auf einer Reise durch diese Region trifft man auf griechische und römische Ruinen, mittelalterliche Steinburgen, von Armeniern und Georgiern erbaute Kirchen und Klöster sowie auf Höhen thronende osmanische Paläste. Die Landschaften wechseln ständig: von trockenen Hochebenen zu grünen Tälern, von gefrorenen Bergseen zu besonderen geologischen Formationen. Ani, die einstige Hauptstadt des bagratidischen Königreichs, zeigt, wie wichtig diese Region entlang der Seidenstraße war. Weiter südlich breitet der Vansee sein blaues Wasser aus, umgeben von schlafenden Vulkanen.
Diese Sammlung vereint 30 Stätten, die verschiedene Seiten Ostanatoliens erzählen. Man findet große Namen der Archäologie wie Arslantepe, das von der UNESCO für seine Rolle bei der Entstehung der ersten komplexen Gesellschaften anerkannt ist, aber auch weniger bekannte Burgen wie die von Hoşap, die die Hochebenen überragt. Armenische Kirchen bestehen auf abgelegenen Inseln oder kleben an Berghängen. Geologische Besonderheiten wie der Meteoritenkrater von Gürbulak und der Nemrut-Berg mit seinen inneren Seen faszinieren durch ihre natürliche Entstehung. Der auf einem Felsvorsprung erbaute Palast von İshak Paşa beeindruckt durch seine Größe.
Diese Auswahl verbindet monumentales Erbe und wilde Naturräume. Die historischen Städte bieten Gassen mit vergessener Architektur, während Naturparks wie der von Munzur Flüsse und bewaldete Hänge beherbergen. Selbst weniger besuchte Stätten wie die Grabstelen von Ahlat am Wasser oder die Thermalquellen von Ovacık sind einen Umweg wert. Ostanatolien zeigt sich nur geduldigen Besuchern, die bereit sind, abseits der Hauptstraßen zu suchen.
Ostanatolien breitet seine Schätze zwischen antiken Ruinen, steinernen Festungen und Berglandschaften aus, die Jahrtausende der Geschichte erzählen.
Ostanatolien bewahrt die Spuren mehrerer Jahrtausende Geschichte. Auf einer Reise durch diese Region trifft man auf griechische und römische Ruinen, mittelalterliche Steinburgen, von Armeniern und Georgiern erbaute Kirchen und Klöster sowie auf Höhen thronende osmanische Paläste. Die Landschaften wechseln ständig: von trockenen Hochebenen zu grünen Tälern, von gefrorenen Bergseen zu besonderen geologischen Formationen. Ani, die einstige Hauptstadt des bagratidischen Königreichs, zeigt, wie wichtig diese Region entlang der Seidenstraße war. Weiter südlich breitet der Vansee sein blaues Wasser aus, umgeben von schlafenden Vulkanen.
Diese Sammlung vereint 30 Stätten, die verschiedene Seiten Ostanatoliens erzählen. Man findet große Namen der Archäologie wie Arslantepe, das von der UNESCO für seine Rolle bei der Entstehung der ersten komplexen Gesellschaften anerkannt ist, aber auch weniger bekannte Burgen wie die von Hoşap, die die Hochebenen überragt. Armenische Kirchen bestehen auf abgelegenen Inseln oder kleben an Berghängen. Geologische Besonderheiten wie der Meteoritenkrater von Gürbulak und der Nemrut-Berg mit seinen inneren Seen faszinieren durch ihre natürliche Entstehung. Der auf einem Felsvorsprung erbaute Palast von İshak Paşa beeindruckt durch seine Größe.
Diese Auswahl verbindet monumentales Erbe und wilde Naturräume. Die historischen Städte bieten Gassen mit vergessener Architektur, während Naturparks wie der von Munzur Flüsse und bewaldete Hänge beherbergen. Selbst weniger besuchte Stätten wie die Grabstelen von Ahlat am Wasser oder die Thermalquellen von Ovacık sind einen Umweg wert. Ostanatolien zeigt sich nur geduldigen Besuchern, die bereit sind, abseits der Hauptstraßen zu suchen.
In diesem Artikel
27 Orte zu entdecken — Verpassen Sie nicht den letzten!
Ani war einmal eine der bedeutendsten Städte entlang der Seidenstraße und diente als Hauptstadt des armenischen Königreichs der Bagratiden. Wer heute durch die Ruinen läuft, sieht Kirchenmauern, Moscheen und Festungstore aus dem Mittelalter, die noch aufrecht stehen. Seit 2016 gehört Ani zum UNESCO-Welterbe. Die Ruinenstadt liegt auf einem Hochplateau am Rande der Türkei, nahe der armenischen Grenze, und vermittelt eine Vorstellung davon, wie lebhaft dieser Ort einst war.
Das historische Zentrum von Kars trägt die Spuren der russischen Besatzung des 19. Jahrhunderts deutlich sichtbar. Die Straßen sind breit und gerade, was für eine geplante Stadtanlage spricht. Entlang dieser Straßen stehen mehrstöckige Gebäude aus dunklem Basaltstein, die noch heute bewohnt oder genutzt werden. Diese Architektur verleiht der Stadt ein Gesicht, das sich von anderen anatolischen Städten klar unterscheidet. Wer durch Kars spaziert, bemerkt die Mischung aus russischer Stadtplanung und türkischem Alltagsleben.
Der Çıldır-See liegt auf einem Hochplateau im Nordosten der Türkei und ist vor allem im Winter bekannt, wenn er vollständig zufriert. Die Bewohner der umliegenden Dörfer fahren dann mit Pferdeschlitten über das Eis, was dem Ort ein besonderes Gepräge gibt. Im Sommer spiegelt das Wasser den weiten Himmel wider, und die Ufer sind von offenen Weiden umgeben. Der See gehört zu den höchsten Seen der Türkei und liegt in einer Region, die von Vulkangestein geprägt ist.
Die Klosterkirche Öşvank ist eine georgische Kirche aus dem Mittelalter, die auf einem bewaldeten Hügel nahe Erzurum steht. Die Steinmauern und die Apsis sind noch gut erhalten. Das Gebäude wirkt massiv und ruhig zugleich, umgeben von Bergen und Wäldern. Man erreicht es über kleine Landstraßen, abseits der großen Reiserouten Ostanatoliens.
Die Çifte Minareli Medrese steht im Herzen von Erzurum und ist eines der bekanntesten Bauwerke der seldschukischen Zeit in Anatolien. Ihre beiden schlanken Minarette ragen über die Dächer der Stadt und sind aus rotem Stein gemeißelt, der im Sonnenlicht warm leuchtet. Das Portal ist reich mit geometrischen Mustern und pflanzlichen Motiven verziert, typisch für die Baukunst des 13. Jahrhunderts. Der Innenhof öffnet sich zu einem zweigeschossigen Arkadengang, der dem Gebäude eine ruhige, geordnete Form gibt.
Die Yakutiye Medresesi in Erzurum wurde im 14. Jahrhundert unter den Ilchanen erbaut und ist eines der bekanntesten Beispiele seldschukischer Architektur in Ostanatolien. Das Gebäude dient heute als Museum und zeigt Kunstgegenstände aus der Region. Das fein gemeißelte Portal aus dunklem Stein zieht den Blick sofort auf sich. Im Inneren führen ruhige Gänge zu Räumen, in denen lokale Funde ausgestellt sind.
Die Üç Kümbetler, die Drei Mausoleen, stehen am Rand von Erzurum und gehören zu den ältesten Grabbauten der Region. Sie wurden im Mittelalter errichtet und zeigen die für Ostanatolien typische Steinarchitektur mit ihren geometrischen Verzierungen und zylindrischen Dächern. Jedes Gebäude hat eine eigene Form, doch zusammen wirken sie wie ein stilles Zeugnis einer fernen Vergangenheit. Wer durch Erzurum spaziert, trifft hier auf einen Ort, der oft übersehen wird, aber viel über die Grabtraditionen des mittelalterlichen Anatoliens erzählt.
Das Palandöken-Gebirge erhebt sich direkt südlich von Erzurum und prägt das Bild der Stadt auf auffällige Weise. Im Winter bedeckt tiefer Schnee die Hänge, die bei Skifahrern aus der ganzen Türkei beliebt sind. Im Sommer bietet das Massiv weite Wanderwege mit Blick auf die Hochebenen Ostanatoliens. Die Luft ist frisch, die Landschaft offen, und von den oberen Hängen aus sieht man die Stadt in der Tiefe liegen.
Der Ararat, der höchste Berg der Türkei, überragt die Hochebene von Ağrı mit seinem schneebedeckten Gipfel. Dieser erloschene Vulkan hat zwei Gipfel: einen großen und einen kleinen. Sein Umriss ist von weitem sichtbar und dominiert das gesamte umliegende Land. Seit Jahrhunderten verbinden viele Kulturen diesen Berg mit dem biblischen Bericht der Arche Noah, was ihm einen besonderen Platz im kollektiven Gedächtnis Armeniens und des gesamten Nahen Ostens verleiht.
Die Durupınar-Formation liegt in der Nähe von Doğubayazıt und hat eine längliche, leicht gewölbte Form, die an ein Schiff erinnert. Diese natürliche Gesteinsformation entstand durch geologische Prozesse und hat in der Vergangenheit viele Menschen angezogen, die in ihr die Überreste der Arche Noah sahen. Wissenschaftler haben diese Theorie nicht bestätigt, doch der Ort zieht weiterhin Neugierige an, die die ungewöhnliche Form mit eigenen Augen sehen möchten. Die Umgebung ist karg und offen, mit weitem Blick auf die Hügel Ostanatoliens.
Der Van-See ist einer der größten Salzseen der Welt und liegt inmitten von Vulkangipfeln im Osten Anatoliens. Sein Wasser ist stark alkalisch, was ihm eine eigentümliche Farbe verleiht, die je nach Licht zwischen Blau und Grün wechselt. An seinen Ufern finden sich Kirchenruinen, alte Friedhöfe und Felsinschriften aus der Zeit des Urartäischen Reiches. Die umliegenden Berge spiegeln sich auf der Wasseroberfläche, die selbst im Sommer von einer merkwürdigen Stille geprägt ist.
Die Insel Akdamar liegt mitten im Van-See und ist vor allem wegen ihrer armenischen Kirche bekannt, die vor über tausend Jahren erbaut wurde. Die Kirche ist mit fein gemeißelten Reliefs bedeckt, die Szenen aus der Bibel zeigen. Die Überfahrt mit dem Boot dauert nur wenige Minuten, und sobald man an Land geht, hat man einen weiten Blick auf den See und die umliegenden Berge. Die Insel ist felsig und karg, was den Kontrast zum blauen Wasser noch stärker macht.
Die Festung Van erhebt sich auf einem langen Felsvorsprung direkt am Ufer des Vansees. Sie wurde von den Urartäern errichtet, deren Hauptstadt Tushpa hier stand, und gehört zu den ältesten Befestigungsanlagen Anatoliens. Felsinschriften in urartiäischer Sprache sind in den Stein gehauen, und von oben hat man einen weiten Blick über den See und die umliegenden Berge. Das Gebiet rund um die Festung ist von alten Ruinen durchzogen, die an eine Stadt erinnern, die hier einst sehr lebendig war.
Das Schloss Hoşap erhebt sich auf einem Felshügel über einem kleinen Dorf in der Nähe von Van. Die Mauern aus dunklem Stein wurden im 17. Jahrhundert von einem kurdischen Fürsten errichtet. Von oben blickt man auf die weite Hochebene, die sich bis zum Horizont erstreckt. Das Tor mit seinen Türmen ist noch gut erhalten und gibt einen Eindruck von der Stärke, die diese Festung einst ausstrahlte.
Der Wasserfall von Muradiye liegt in der Nähe der Stadt Van und stürzt das Wasser in einem breiten Fächer über eine Felsenkante. Er ist am eindrucksvollsten in der Schneeschmelze im Frühling, wenn das Wasser mit voller Kraft fließt. Rund um den Wasserfall wachsen Gras und niedrige Büsche, und man kann ihn auf einem kurzen Fußweg gut erreichen. Viele Einheimische kommen hierher zum Spazierengehen.
Die Insel Çarpanak liegt mitten im Van-See und ist eine der wenigen Stellen, an denen armenische Klosterreste noch sichtbar sind. Man erreicht sie nur per Boot, was ihr einen abgelegenen Charakter verleiht. Auf der Insel finden sich alte Mauern und Überreste eines Klosters, das einst eine wichtige Rolle im armenischen religiösen Leben spielte. Der See selbst ist von erloschenen Vulkanen umgeben, und die Aussicht vom Ufer der Insel ist weit und offen.
Ahlat liegt am Ufer des Vansees und beherbergt einen der größten mittelalterlichen Friedhöfe der islamischen Welt. Hunderte von seldschukischen Grabstelen ragen aus dem Boden, reich mit geometrischen Mustern und arabischen Inschriften verziert. Die Stelen stammen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und zeugen von einer Zeit, in der Ahlat ein bedeutendes Zentrum der seldschukischen Herrschaft in Ostanatolien war. Der Anblick dieser Stelen vor dem blauen Wasser des Sees ist eindrücklich.
Der Nemrut Dağı bei Tatvan ist ein erloschener Vulkan, dessen Gipfel eine breite Caldera umschließt. In dieser Caldera liegen mehrere Seen, darunter einer mit heißem Wasser und einer mit kaltem Wasser. Die Ufer wechseln zwischen dunklen Lavafelsen und grünen Hängen. Von oben blickt man auf den Van-See in der Ferne, während der Wind über den Kraterrand fegt. Dieser Berg gehört zu den eindrucksvollsten geologischen Orten Ostanatoliens.
Harput ist eine alte befestigte Stadt, die auf einem Felsen über der Ebene von Elazığ thront. Schon von weitem sieht man die Überreste der mittelalterlichen Burg, die das Tal überblickt. Im Ort selbst stehen noch eine armenische Kirche, eine Moschee aus der seldschukischen Zeit und alte Grabsteine, die verschiedene Epochen widerspiegeln. Die Stadt war einst ein wichtiger Ort an den Handelswegen Ostanatoliens und gibt heute einen Einblick in Jahrhunderte wechselnder Herrschaft.
Der Hazar-See liegt in der Provinz Elazığ und ist ein tektonischer See, der von Bergen umgeben ist. Das Wasser wirkt je nach Tageszeit und Licht sehr unterschiedlich. Die Ufer sind ruhig und kaum von Touristen besucht, was ihn zu einem guten Halt für alle macht, die die östliche Türkei abseits der großen Routen erkunden.
Das Munzur-Tal und der gleichnamige Nationalpark liegen in der Provinz Tunceli, im östlichen Anatolien. Das Gebiet zieht sich durch enge Täler, über die Berghänge mit Wäldern und entlang des Munzur-Flusses, dessen Wasser klar und schnell fließt. Die Landschaft wechselt zwischen felsigen Gipfeln und grünen Talsohlen. Wölfe, Bären und Adler leben hier noch in freier Wildbahn. Wer zu Fuß durch den Park geht, spürt, wie wenig der Mensch diesen Ort verändert hat.
Ovacık und die Munzur-Quellen liegen in der Provinz Tunceli, am Fuß der gleichnamigen Berge. Das Tal ist von hohen Gipfeln umgeben, und das Wasser der natürlichen Quellen fließt kalt und klar durch die Landschaft. Die meisten Besucher kommen hierher, um den Munzur-Nationalpark zu erkunden, durch den der gleichnamige Fluss fließt. Die Wege sind kaum markiert, die Dörfer klein und abgelegen. Man begegnet hier wenig Tourismus, aber viel Stille und einer rauen Bergwelt.
Der Tell Arslantepe bei Malatya ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Türkei. Unter dem hügelartigen Erdhügel verbergen sich Schichten aus Jahrtausenden menschlicher Besiedlung. Hier fanden Forscher frühe Hinweise auf staatliche Organisation, Verwaltung und Palastarchitektur, lange bevor solche Strukturen anderswo auftauchten. Seit 2021 steht die Stätte auf der UNESCO-Welterbeliste.
Die Altstadt von Kemaliye liegt in einer tiefen Schlucht am Euphrat, in der Provinz Erzincan. Die alten Steinhäuser klammern sich an die Felswände, verbunden durch schmale Gassen, die bergauf und bergab führen. Das tägliche Leben entfaltet sich in einem Rahmen, der sich seit Generationen kaum verändert hat. Wer durch Kemaliye geht, spürt sofort, wie die Berge das Leben hier geprägt haben: Die Architektur antwortet auf das Gelände, und der Fluss begleitet jeden Schritt.
Der Karanlık-Canyon wurde vom Euphrat in den Fels geschnitten und gehört zu den eindrucksvollsten Naturräumen Ostanatoliens. Die Felswände steigen steil auf beiden Seiten des Flusses auf. Eine Straße, die direkt in den Stein gehauen wurde, führt durch das Tal und bietet beim Fahren immer wieder freie Blicke auf den Fluss tief unten. Das Licht verändert sich je nach Tageszeit stark, und der Schatten der Wände lässt das Tal für Stunden dunkel wirken, was dem Canyon seinen Namen gegeben hat.
Die Girlevik-Wasserfälle bei Erzincan bestehen aus mehreren aufeinanderfolgenden Kaskaden, die durch bewaldete Hänge fließen. Das Wasser stürzt über Felsen in eine grüne Schlucht hinab, was einen deutlichen Gegensatz zu den trockenen Hochebenen der östlichen Türkei bildet. Wer die staubigen Plateaus hinter sich lässt, findet hier eine frische und schattige Umgebung, in der das Rauschen des Wassers den Rhythmus vorgibt.
Der Ishak-Pascha-Palast wurde im 17. und 18. Jahrhundert auf einem felsigen Vorsprung über der Stadt Doğubayazıt erbaut. Er vereint osmanische, armenische, georgische und persische Bauelemente unter einem Dach. Von seiner Terrasse aus blickt man auf die weite Hochebene und bei klarem Wetter auf den Ararat. Die Räume des Palastes, darunter ein Harem, eine Moschee und Empfangssäle, erzählen vom Leben einer mächtigen kurdischen Herrscherfamilie am Rand des Osmanischen Reiches.
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27 Orte zu entdecken — Verpassen Sie nicht den letzten!
Ani war einmal eine der bedeutendsten Städte entlang der Seidenstraße und diente als Hauptstadt des armenischen Königreichs der Bagratiden. Wer heute durch die Ruinen läuft, sieht Kirchenmauern, Moscheen und Festungstore aus dem Mittelalter, die noch aufrecht stehen. Seit 2016 gehört Ani zum UNESCO-Welterbe. Die Ruinenstadt liegt auf einem Hochplateau am Rande der Türkei, nahe der armenischen Grenze, und vermittelt eine Vorstellung davon, wie lebhaft dieser Ort einst war.
Das historische Zentrum von Kars trägt die Spuren der russischen Besatzung des 19. Jahrhunderts deutlich sichtbar. Die Straßen sind breit und gerade, was für eine geplante Stadtanlage spricht. Entlang dieser Straßen stehen mehrstöckige Gebäude aus dunklem Basaltstein, die noch heute bewohnt oder genutzt werden. Diese Architektur verleiht der Stadt ein Gesicht, das sich von anderen anatolischen Städten klar unterscheidet. Wer durch Kars spaziert, bemerkt die Mischung aus russischer Stadtplanung und türkischem Alltagsleben.
Der Çıldır-See liegt auf einem Hochplateau im Nordosten der Türkei und ist vor allem im Winter bekannt, wenn er vollständig zufriert. Die Bewohner der umliegenden Dörfer fahren dann mit Pferdeschlitten über das Eis, was dem Ort ein besonderes Gepräge gibt. Im Sommer spiegelt das Wasser den weiten Himmel wider, und die Ufer sind von offenen Weiden umgeben. Der See gehört zu den höchsten Seen der Türkei und liegt in einer Region, die von Vulkangestein geprägt ist.
Die Klosterkirche Öşvank ist eine georgische Kirche aus dem Mittelalter, die auf einem bewaldeten Hügel nahe Erzurum steht. Die Steinmauern und die Apsis sind noch gut erhalten. Das Gebäude wirkt massiv und ruhig zugleich, umgeben von Bergen und Wäldern. Man erreicht es über kleine Landstraßen, abseits der großen Reiserouten Ostanatoliens.
Die Çifte Minareli Medrese steht im Herzen von Erzurum und ist eines der bekanntesten Bauwerke der seldschukischen Zeit in Anatolien. Ihre beiden schlanken Minarette ragen über die Dächer der Stadt und sind aus rotem Stein gemeißelt, der im Sonnenlicht warm leuchtet. Das Portal ist reich mit geometrischen Mustern und pflanzlichen Motiven verziert, typisch für die Baukunst des 13. Jahrhunderts. Der Innenhof öffnet sich zu einem zweigeschossigen Arkadengang, der dem Gebäude eine ruhige, geordnete Form gibt.
Die Yakutiye Medresesi in Erzurum wurde im 14. Jahrhundert unter den Ilchanen erbaut und ist eines der bekanntesten Beispiele seldschukischer Architektur in Ostanatolien. Das Gebäude dient heute als Museum und zeigt Kunstgegenstände aus der Region. Das fein gemeißelte Portal aus dunklem Stein zieht den Blick sofort auf sich. Im Inneren führen ruhige Gänge zu Räumen, in denen lokale Funde ausgestellt sind.
Die Üç Kümbetler, die Drei Mausoleen, stehen am Rand von Erzurum und gehören zu den ältesten Grabbauten der Region. Sie wurden im Mittelalter errichtet und zeigen die für Ostanatolien typische Steinarchitektur mit ihren geometrischen Verzierungen und zylindrischen Dächern. Jedes Gebäude hat eine eigene Form, doch zusammen wirken sie wie ein stilles Zeugnis einer fernen Vergangenheit. Wer durch Erzurum spaziert, trifft hier auf einen Ort, der oft übersehen wird, aber viel über die Grabtraditionen des mittelalterlichen Anatoliens erzählt.
Das Palandöken-Gebirge erhebt sich direkt südlich von Erzurum und prägt das Bild der Stadt auf auffällige Weise. Im Winter bedeckt tiefer Schnee die Hänge, die bei Skifahrern aus der ganzen Türkei beliebt sind. Im Sommer bietet das Massiv weite Wanderwege mit Blick auf die Hochebenen Ostanatoliens. Die Luft ist frisch, die Landschaft offen, und von den oberen Hängen aus sieht man die Stadt in der Tiefe liegen.
Der Ararat, der höchste Berg der Türkei, überragt die Hochebene von Ağrı mit seinem schneebedeckten Gipfel. Dieser erloschene Vulkan hat zwei Gipfel: einen großen und einen kleinen. Sein Umriss ist von weitem sichtbar und dominiert das gesamte umliegende Land. Seit Jahrhunderten verbinden viele Kulturen diesen Berg mit dem biblischen Bericht der Arche Noah, was ihm einen besonderen Platz im kollektiven Gedächtnis Armeniens und des gesamten Nahen Ostens verleiht.
Die Durupınar-Formation liegt in der Nähe von Doğubayazıt und hat eine längliche, leicht gewölbte Form, die an ein Schiff erinnert. Diese natürliche Gesteinsformation entstand durch geologische Prozesse und hat in der Vergangenheit viele Menschen angezogen, die in ihr die Überreste der Arche Noah sahen. Wissenschaftler haben diese Theorie nicht bestätigt, doch der Ort zieht weiterhin Neugierige an, die die ungewöhnliche Form mit eigenen Augen sehen möchten. Die Umgebung ist karg und offen, mit weitem Blick auf die Hügel Ostanatoliens.
Der Van-See ist einer der größten Salzseen der Welt und liegt inmitten von Vulkangipfeln im Osten Anatoliens. Sein Wasser ist stark alkalisch, was ihm eine eigentümliche Farbe verleiht, die je nach Licht zwischen Blau und Grün wechselt. An seinen Ufern finden sich Kirchenruinen, alte Friedhöfe und Felsinschriften aus der Zeit des Urartäischen Reiches. Die umliegenden Berge spiegeln sich auf der Wasseroberfläche, die selbst im Sommer von einer merkwürdigen Stille geprägt ist.
Die Insel Akdamar liegt mitten im Van-See und ist vor allem wegen ihrer armenischen Kirche bekannt, die vor über tausend Jahren erbaut wurde. Die Kirche ist mit fein gemeißelten Reliefs bedeckt, die Szenen aus der Bibel zeigen. Die Überfahrt mit dem Boot dauert nur wenige Minuten, und sobald man an Land geht, hat man einen weiten Blick auf den See und die umliegenden Berge. Die Insel ist felsig und karg, was den Kontrast zum blauen Wasser noch stärker macht.
Die Festung Van erhebt sich auf einem langen Felsvorsprung direkt am Ufer des Vansees. Sie wurde von den Urartäern errichtet, deren Hauptstadt Tushpa hier stand, und gehört zu den ältesten Befestigungsanlagen Anatoliens. Felsinschriften in urartiäischer Sprache sind in den Stein gehauen, und von oben hat man einen weiten Blick über den See und die umliegenden Berge. Das Gebiet rund um die Festung ist von alten Ruinen durchzogen, die an eine Stadt erinnern, die hier einst sehr lebendig war.
Das Schloss Hoşap erhebt sich auf einem Felshügel über einem kleinen Dorf in der Nähe von Van. Die Mauern aus dunklem Stein wurden im 17. Jahrhundert von einem kurdischen Fürsten errichtet. Von oben blickt man auf die weite Hochebene, die sich bis zum Horizont erstreckt. Das Tor mit seinen Türmen ist noch gut erhalten und gibt einen Eindruck von der Stärke, die diese Festung einst ausstrahlte.
Der Wasserfall von Muradiye liegt in der Nähe der Stadt Van und stürzt das Wasser in einem breiten Fächer über eine Felsenkante. Er ist am eindrucksvollsten in der Schneeschmelze im Frühling, wenn das Wasser mit voller Kraft fließt. Rund um den Wasserfall wachsen Gras und niedrige Büsche, und man kann ihn auf einem kurzen Fußweg gut erreichen. Viele Einheimische kommen hierher zum Spazierengehen.
Die Insel Çarpanak liegt mitten im Van-See und ist eine der wenigen Stellen, an denen armenische Klosterreste noch sichtbar sind. Man erreicht sie nur per Boot, was ihr einen abgelegenen Charakter verleiht. Auf der Insel finden sich alte Mauern und Überreste eines Klosters, das einst eine wichtige Rolle im armenischen religiösen Leben spielte. Der See selbst ist von erloschenen Vulkanen umgeben, und die Aussicht vom Ufer der Insel ist weit und offen.
Ahlat liegt am Ufer des Vansees und beherbergt einen der größten mittelalterlichen Friedhöfe der islamischen Welt. Hunderte von seldschukischen Grabstelen ragen aus dem Boden, reich mit geometrischen Mustern und arabischen Inschriften verziert. Die Stelen stammen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und zeugen von einer Zeit, in der Ahlat ein bedeutendes Zentrum der seldschukischen Herrschaft in Ostanatolien war. Der Anblick dieser Stelen vor dem blauen Wasser des Sees ist eindrücklich.
Der Nemrut Dağı bei Tatvan ist ein erloschener Vulkan, dessen Gipfel eine breite Caldera umschließt. In dieser Caldera liegen mehrere Seen, darunter einer mit heißem Wasser und einer mit kaltem Wasser. Die Ufer wechseln zwischen dunklen Lavafelsen und grünen Hängen. Von oben blickt man auf den Van-See in der Ferne, während der Wind über den Kraterrand fegt. Dieser Berg gehört zu den eindrucksvollsten geologischen Orten Ostanatoliens.
Harput ist eine alte befestigte Stadt, die auf einem Felsen über der Ebene von Elazığ thront. Schon von weitem sieht man die Überreste der mittelalterlichen Burg, die das Tal überblickt. Im Ort selbst stehen noch eine armenische Kirche, eine Moschee aus der seldschukischen Zeit und alte Grabsteine, die verschiedene Epochen widerspiegeln. Die Stadt war einst ein wichtiger Ort an den Handelswegen Ostanatoliens und gibt heute einen Einblick in Jahrhunderte wechselnder Herrschaft.
Der Hazar-See liegt in der Provinz Elazığ und ist ein tektonischer See, der von Bergen umgeben ist. Das Wasser wirkt je nach Tageszeit und Licht sehr unterschiedlich. Die Ufer sind ruhig und kaum von Touristen besucht, was ihn zu einem guten Halt für alle macht, die die östliche Türkei abseits der großen Routen erkunden.
Das Munzur-Tal und der gleichnamige Nationalpark liegen in der Provinz Tunceli, im östlichen Anatolien. Das Gebiet zieht sich durch enge Täler, über die Berghänge mit Wäldern und entlang des Munzur-Flusses, dessen Wasser klar und schnell fließt. Die Landschaft wechselt zwischen felsigen Gipfeln und grünen Talsohlen. Wölfe, Bären und Adler leben hier noch in freier Wildbahn. Wer zu Fuß durch den Park geht, spürt, wie wenig der Mensch diesen Ort verändert hat.
Ovacık und die Munzur-Quellen liegen in der Provinz Tunceli, am Fuß der gleichnamigen Berge. Das Tal ist von hohen Gipfeln umgeben, und das Wasser der natürlichen Quellen fließt kalt und klar durch die Landschaft. Die meisten Besucher kommen hierher, um den Munzur-Nationalpark zu erkunden, durch den der gleichnamige Fluss fließt. Die Wege sind kaum markiert, die Dörfer klein und abgelegen. Man begegnet hier wenig Tourismus, aber viel Stille und einer rauen Bergwelt.
Der Tell Arslantepe bei Malatya ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Türkei. Unter dem hügelartigen Erdhügel verbergen sich Schichten aus Jahrtausenden menschlicher Besiedlung. Hier fanden Forscher frühe Hinweise auf staatliche Organisation, Verwaltung und Palastarchitektur, lange bevor solche Strukturen anderswo auftauchten. Seit 2021 steht die Stätte auf der UNESCO-Welterbeliste.
Die Altstadt von Kemaliye liegt in einer tiefen Schlucht am Euphrat, in der Provinz Erzincan. Die alten Steinhäuser klammern sich an die Felswände, verbunden durch schmale Gassen, die bergauf und bergab führen. Das tägliche Leben entfaltet sich in einem Rahmen, der sich seit Generationen kaum verändert hat. Wer durch Kemaliye geht, spürt sofort, wie die Berge das Leben hier geprägt haben: Die Architektur antwortet auf das Gelände, und der Fluss begleitet jeden Schritt.
Der Karanlık-Canyon wurde vom Euphrat in den Fels geschnitten und gehört zu den eindrucksvollsten Naturräumen Ostanatoliens. Die Felswände steigen steil auf beiden Seiten des Flusses auf. Eine Straße, die direkt in den Stein gehauen wurde, führt durch das Tal und bietet beim Fahren immer wieder freie Blicke auf den Fluss tief unten. Das Licht verändert sich je nach Tageszeit stark, und der Schatten der Wände lässt das Tal für Stunden dunkel wirken, was dem Canyon seinen Namen gegeben hat.
Die Girlevik-Wasserfälle bei Erzincan bestehen aus mehreren aufeinanderfolgenden Kaskaden, die durch bewaldete Hänge fließen. Das Wasser stürzt über Felsen in eine grüne Schlucht hinab, was einen deutlichen Gegensatz zu den trockenen Hochebenen der östlichen Türkei bildet. Wer die staubigen Plateaus hinter sich lässt, findet hier eine frische und schattige Umgebung, in der das Rauschen des Wassers den Rhythmus vorgibt.
Der Ishak-Pascha-Palast wurde im 17. und 18. Jahrhundert auf einem felsigen Vorsprung über der Stadt Doğubayazıt erbaut. Er vereint osmanische, armenische, georgische und persische Bauelemente unter einem Dach. Von seiner Terrasse aus blickt man auf die weite Hochebene und bei klarem Wetter auf den Ararat. Die Räume des Palastes, darunter ein Harem, eine Moschee und Empfangssäle, erzählen vom Leben einer mächtigen kurdischen Herrscherfamilie am Rand des Osmanischen Reiches.
Ani war einmal eine der bedeutendsten Städte entlang der Seidenstraße und diente als Hauptstadt des armenischen Königreichs der Bagratiden. Wer heute durch die Ruinen läuft, sieht Kirchenmauern, Moscheen und Festungstore aus dem Mittelalter, die noch aufrecht stehen. Seit 2016 gehört Ani zum UNESCO-Welterbe. Die Ruinenstadt liegt auf einem Hochplateau am Rande der Türkei, nahe der armenischen Grenze, und vermittelt eine Vorstellung davon, wie lebhaft dieser Ort einst war.
Das historische Zentrum von Kars trägt die Spuren der russischen Besatzung des 19. Jahrhunderts deutlich sichtbar. Die Straßen sind breit und gerade, was für eine geplante Stadtanlage spricht. Entlang dieser Straßen stehen mehrstöckige Gebäude aus dunklem Basaltstein, die noch heute bewohnt oder genutzt werden. Diese Architektur verleiht der Stadt ein Gesicht, das sich von anderen anatolischen Städten klar unterscheidet. Wer durch Kars spaziert, bemerkt die Mischung aus russischer Stadtplanung und türkischem Alltagsleben.
Der Çıldır-See liegt auf einem Hochplateau im Nordosten der Türkei und ist vor allem im Winter bekannt, wenn er vollständig zufriert. Die Bewohner der umliegenden Dörfer fahren dann mit Pferdeschlitten über das Eis, was dem Ort ein besonderes Gepräge gibt. Im Sommer spiegelt das Wasser den weiten Himmel wider, und die Ufer sind von offenen Weiden umgeben. Der See gehört zu den höchsten Seen der Türkei und liegt in einer Region, die von Vulkangestein geprägt ist.
Die Klosterkirche Öşvank ist eine georgische Kirche aus dem Mittelalter, die auf einem bewaldeten Hügel nahe Erzurum steht. Die Steinmauern und die Apsis sind noch gut erhalten. Das Gebäude wirkt massiv und ruhig zugleich, umgeben von Bergen und Wäldern. Man erreicht es über kleine Landstraßen, abseits der großen Reiserouten Ostanatoliens.
Die Çifte Minareli Medrese steht im Herzen von Erzurum und ist eines der bekanntesten Bauwerke der seldschukischen Zeit in Anatolien. Ihre beiden schlanken Minarette ragen über die Dächer der Stadt und sind aus rotem Stein gemeißelt, der im Sonnenlicht warm leuchtet. Das Portal ist reich mit geometrischen Mustern und pflanzlichen Motiven verziert, typisch für die Baukunst des 13. Jahrhunderts. Der Innenhof öffnet sich zu einem zweigeschossigen Arkadengang, der dem Gebäude eine ruhige, geordnete Form gibt.
Die Yakutiye Medresesi in Erzurum wurde im 14. Jahrhundert unter den Ilchanen erbaut und ist eines der bekanntesten Beispiele seldschukischer Architektur in Ostanatolien. Das Gebäude dient heute als Museum und zeigt Kunstgegenstände aus der Region. Das fein gemeißelte Portal aus dunklem Stein zieht den Blick sofort auf sich. Im Inneren führen ruhige Gänge zu Räumen, in denen lokale Funde ausgestellt sind.
Die Üç Kümbetler, die Drei Mausoleen, stehen am Rand von Erzurum und gehören zu den ältesten Grabbauten der Region. Sie wurden im Mittelalter errichtet und zeigen die für Ostanatolien typische Steinarchitektur mit ihren geometrischen Verzierungen und zylindrischen Dächern. Jedes Gebäude hat eine eigene Form, doch zusammen wirken sie wie ein stilles Zeugnis einer fernen Vergangenheit. Wer durch Erzurum spaziert, trifft hier auf einen Ort, der oft übersehen wird, aber viel über die Grabtraditionen des mittelalterlichen Anatoliens erzählt.
Das Palandöken-Gebirge erhebt sich direkt südlich von Erzurum und prägt das Bild der Stadt auf auffällige Weise. Im Winter bedeckt tiefer Schnee die Hänge, die bei Skifahrern aus der ganzen Türkei beliebt sind. Im Sommer bietet das Massiv weite Wanderwege mit Blick auf die Hochebenen Ostanatoliens. Die Luft ist frisch, die Landschaft offen, und von den oberen Hängen aus sieht man die Stadt in der Tiefe liegen.
Der Ararat, der höchste Berg der Türkei, überragt die Hochebene von Ağrı mit seinem schneebedeckten Gipfel. Dieser erloschene Vulkan hat zwei Gipfel: einen großen und einen kleinen. Sein Umriss ist von weitem sichtbar und dominiert das gesamte umliegende Land. Seit Jahrhunderten verbinden viele Kulturen diesen Berg mit dem biblischen Bericht der Arche Noah, was ihm einen besonderen Platz im kollektiven Gedächtnis Armeniens und des gesamten Nahen Ostens verleiht.
Die Durupınar-Formation liegt in der Nähe von Doğubayazıt und hat eine längliche, leicht gewölbte Form, die an ein Schiff erinnert. Diese natürliche Gesteinsformation entstand durch geologische Prozesse und hat in der Vergangenheit viele Menschen angezogen, die in ihr die Überreste der Arche Noah sahen. Wissenschaftler haben diese Theorie nicht bestätigt, doch der Ort zieht weiterhin Neugierige an, die die ungewöhnliche Form mit eigenen Augen sehen möchten. Die Umgebung ist karg und offen, mit weitem Blick auf die Hügel Ostanatoliens.
Der Van-See ist einer der größten Salzseen der Welt und liegt inmitten von Vulkangipfeln im Osten Anatoliens. Sein Wasser ist stark alkalisch, was ihm eine eigentümliche Farbe verleiht, die je nach Licht zwischen Blau und Grün wechselt. An seinen Ufern finden sich Kirchenruinen, alte Friedhöfe und Felsinschriften aus der Zeit des Urartäischen Reiches. Die umliegenden Berge spiegeln sich auf der Wasseroberfläche, die selbst im Sommer von einer merkwürdigen Stille geprägt ist.
Die Insel Akdamar liegt mitten im Van-See und ist vor allem wegen ihrer armenischen Kirche bekannt, die vor über tausend Jahren erbaut wurde. Die Kirche ist mit fein gemeißelten Reliefs bedeckt, die Szenen aus der Bibel zeigen. Die Überfahrt mit dem Boot dauert nur wenige Minuten, und sobald man an Land geht, hat man einen weiten Blick auf den See und die umliegenden Berge. Die Insel ist felsig und karg, was den Kontrast zum blauen Wasser noch stärker macht.
Die Festung Van erhebt sich auf einem langen Felsvorsprung direkt am Ufer des Vansees. Sie wurde von den Urartäern errichtet, deren Hauptstadt Tushpa hier stand, und gehört zu den ältesten Befestigungsanlagen Anatoliens. Felsinschriften in urartiäischer Sprache sind in den Stein gehauen, und von oben hat man einen weiten Blick über den See und die umliegenden Berge. Das Gebiet rund um die Festung ist von alten Ruinen durchzogen, die an eine Stadt erinnern, die hier einst sehr lebendig war.
Das Schloss Hoşap erhebt sich auf einem Felshügel über einem kleinen Dorf in der Nähe von Van. Die Mauern aus dunklem Stein wurden im 17. Jahrhundert von einem kurdischen Fürsten errichtet. Von oben blickt man auf die weite Hochebene, die sich bis zum Horizont erstreckt. Das Tor mit seinen Türmen ist noch gut erhalten und gibt einen Eindruck von der Stärke, die diese Festung einst ausstrahlte.
Der Wasserfall von Muradiye liegt in der Nähe der Stadt Van und stürzt das Wasser in einem breiten Fächer über eine Felsenkante. Er ist am eindrucksvollsten in der Schneeschmelze im Frühling, wenn das Wasser mit voller Kraft fließt. Rund um den Wasserfall wachsen Gras und niedrige Büsche, und man kann ihn auf einem kurzen Fußweg gut erreichen. Viele Einheimische kommen hierher zum Spazierengehen.
Die Insel Çarpanak liegt mitten im Van-See und ist eine der wenigen Stellen, an denen armenische Klosterreste noch sichtbar sind. Man erreicht sie nur per Boot, was ihr einen abgelegenen Charakter verleiht. Auf der Insel finden sich alte Mauern und Überreste eines Klosters, das einst eine wichtige Rolle im armenischen religiösen Leben spielte. Der See selbst ist von erloschenen Vulkanen umgeben, und die Aussicht vom Ufer der Insel ist weit und offen.
Ahlat liegt am Ufer des Vansees und beherbergt einen der größten mittelalterlichen Friedhöfe der islamischen Welt. Hunderte von seldschukischen Grabstelen ragen aus dem Boden, reich mit geometrischen Mustern und arabischen Inschriften verziert. Die Stelen stammen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und zeugen von einer Zeit, in der Ahlat ein bedeutendes Zentrum der seldschukischen Herrschaft in Ostanatolien war. Der Anblick dieser Stelen vor dem blauen Wasser des Sees ist eindrücklich.
Der Nemrut Dağı bei Tatvan ist ein erloschener Vulkan, dessen Gipfel eine breite Caldera umschließt. In dieser Caldera liegen mehrere Seen, darunter einer mit heißem Wasser und einer mit kaltem Wasser. Die Ufer wechseln zwischen dunklen Lavafelsen und grünen Hängen. Von oben blickt man auf den Van-See in der Ferne, während der Wind über den Kraterrand fegt. Dieser Berg gehört zu den eindrucksvollsten geologischen Orten Ostanatoliens.
Harput ist eine alte befestigte Stadt, die auf einem Felsen über der Ebene von Elazığ thront. Schon von weitem sieht man die Überreste der mittelalterlichen Burg, die das Tal überblickt. Im Ort selbst stehen noch eine armenische Kirche, eine Moschee aus der seldschukischen Zeit und alte Grabsteine, die verschiedene Epochen widerspiegeln. Die Stadt war einst ein wichtiger Ort an den Handelswegen Ostanatoliens und gibt heute einen Einblick in Jahrhunderte wechselnder Herrschaft.
Der Hazar-See liegt in der Provinz Elazığ und ist ein tektonischer See, der von Bergen umgeben ist. Das Wasser wirkt je nach Tageszeit und Licht sehr unterschiedlich. Die Ufer sind ruhig und kaum von Touristen besucht, was ihn zu einem guten Halt für alle macht, die die östliche Türkei abseits der großen Routen erkunden.
Das Munzur-Tal und der gleichnamige Nationalpark liegen in der Provinz Tunceli, im östlichen Anatolien. Das Gebiet zieht sich durch enge Täler, über die Berghänge mit Wäldern und entlang des Munzur-Flusses, dessen Wasser klar und schnell fließt. Die Landschaft wechselt zwischen felsigen Gipfeln und grünen Talsohlen. Wölfe, Bären und Adler leben hier noch in freier Wildbahn. Wer zu Fuß durch den Park geht, spürt, wie wenig der Mensch diesen Ort verändert hat.
Ovacık und die Munzur-Quellen liegen in der Provinz Tunceli, am Fuß der gleichnamigen Berge. Das Tal ist von hohen Gipfeln umgeben, und das Wasser der natürlichen Quellen fließt kalt und klar durch die Landschaft. Die meisten Besucher kommen hierher, um den Munzur-Nationalpark zu erkunden, durch den der gleichnamige Fluss fließt. Die Wege sind kaum markiert, die Dörfer klein und abgelegen. Man begegnet hier wenig Tourismus, aber viel Stille und einer rauen Bergwelt.
Der Tell Arslantepe bei Malatya ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Türkei. Unter dem hügelartigen Erdhügel verbergen sich Schichten aus Jahrtausenden menschlicher Besiedlung. Hier fanden Forscher frühe Hinweise auf staatliche Organisation, Verwaltung und Palastarchitektur, lange bevor solche Strukturen anderswo auftauchten. Seit 2021 steht die Stätte auf der UNESCO-Welterbeliste.
Die Altstadt von Kemaliye liegt in einer tiefen Schlucht am Euphrat, in der Provinz Erzincan. Die alten Steinhäuser klammern sich an die Felswände, verbunden durch schmale Gassen, die bergauf und bergab führen. Das tägliche Leben entfaltet sich in einem Rahmen, der sich seit Generationen kaum verändert hat. Wer durch Kemaliye geht, spürt sofort, wie die Berge das Leben hier geprägt haben: Die Architektur antwortet auf das Gelände, und der Fluss begleitet jeden Schritt.
Der Karanlık-Canyon wurde vom Euphrat in den Fels geschnitten und gehört zu den eindrucksvollsten Naturräumen Ostanatoliens. Die Felswände steigen steil auf beiden Seiten des Flusses auf. Eine Straße, die direkt in den Stein gehauen wurde, führt durch das Tal und bietet beim Fahren immer wieder freie Blicke auf den Fluss tief unten. Das Licht verändert sich je nach Tageszeit stark, und der Schatten der Wände lässt das Tal für Stunden dunkel wirken, was dem Canyon seinen Namen gegeben hat.
Die Girlevik-Wasserfälle bei Erzincan bestehen aus mehreren aufeinanderfolgenden Kaskaden, die durch bewaldete Hänge fließen. Das Wasser stürzt über Felsen in eine grüne Schlucht hinab, was einen deutlichen Gegensatz zu den trockenen Hochebenen der östlichen Türkei bildet. Wer die staubigen Plateaus hinter sich lässt, findet hier eine frische und schattige Umgebung, in der das Rauschen des Wassers den Rhythmus vorgibt.
Der Ishak-Pascha-Palast wurde im 17. und 18. Jahrhundert auf einem felsigen Vorsprung über der Stadt Doğubayazıt erbaut. Er vereint osmanische, armenische, georgische und persische Bauelemente unter einem Dach. Von seiner Terrasse aus blickt man auf die weite Hochebene und bei klarem Wetter auf den Ararat. Die Räume des Palastes, darunter ein Harem, eine Moschee und Empfangssäle, erzählen vom Leben einer mächtigen kurdischen Herrscherfamilie am Rand des Osmanischen Reiches.
Visiter l'Anatolie orientale demande de la patience et une certaine flexibilité. Les routes secondaires sont parfois sinueuses, et certains sites se découvrent lentement, loin des circuits touristiques habituels. Préparez votre voyage en consultant les conditions d'accès locales, notamment près des frontières. Les habitants des petits villages se montrent souvent accueillants et partagent volontiers leurs connaissances sur les ruines voisines.