Ararat, Berggipfel in der Provinz Ağrı, Türkei
Der Ararat ist ein ruhender Vulkan in der Provinz Ağrı und erhebt sich auf 5.137 Meter über zwei getrennte Gipfel, wobei der kleinere auf etwa 3.900 Metern liegt. Ewiger Schnee bedeckt die oberen Hänge und bildet mehrere Gletscher, die sich zwischen felsigen Graten und steilen Flanken erstrecken.
Professor Friedrich Parrot erreichte den Gipfel erstmals 1829, als die Region unter russischer Verwaltung stand. Spätere Expeditionen durch europäische Bergsteiger prägten die Erschließung des Berges und veränderten allmählich seinen Status von einer lokalen Legende zu einem international anerkannten Kletterziel.
Lokale Gemeinden in der Umgebung betrachten den Berg als heiligen Ort und pflegen alte Erzählungen über seine Rolle in religiösen Geschichten. Pilger und Gläubige aus verschiedenen Religionen besuchen das Gebiet, um die spirituelle Bedeutung zu erleben, die der Gipfel seit Jahrhunderten trägt.
Die Südroute gilt als Standardaufstieg und erfordert eine gute körperliche Verfassung, aber keine technische Klettererfahrung für erfahrene Wanderer. Wege von Norden setzen fortgeschrittene Alpintechnik voraus und sind nur für Bergsteiger mit entsprechender Erfahrung geeignet.
Das Gletschersystem an den Hängen ist das größte der Türkei und hält die Schneedecke auch im Sommer oberhalb von etwa 4.300 Metern. Einige Vogelarten nutzen die unteren Bereiche als Zwischenstation auf langen Zugrouten zwischen Europa und Asien.
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