Dominikanerkloster Stockholm, Mittelalterliches Kloster in Stadsholmen, Schweden
Das Schwarze-Brüder-Kloster ist ein mittelalterliches Kloster auf Stadsholmen, der Altstadt Stockholms, dessen erhaltene Überreste heute Teil des Museums für mittelalterliches Stockholm sind. Im Untergeschoss befinden sich sieben Backsteingewölbe, die noch von der ursprünglichen Baustruktur des Gebäudes zeugen.
König Magnus IV. schenkte dem Dominikanerorden 1336 das Grundstück auf Stadsholmen, woraufhin die Mönche dort ihr Kloster errichteten. Das Gebäude wurde schließlich nach der Reformation aufgegeben, als die Dominikaner Schweden verlassen mussten.
Die Dominikaner, die hier lebten, trugen schwarze Gewänder, was ihnen den Spitznamen "Schwarze Brüder" einbrachte und dem Kloster seinen heutigen Namen gab. Wer die erhaltenen Kellergewölbe besucht, kann noch heute die solide Backsteinbauweise bewundern, die die Mönche im 14. Jahrhundert einsetzen ließen.
Die Kellergewölbe befinden sich im Museum für mittelalterliches Stockholm und sind während der regulären Öffnungszeiten zugänglich. Das Museum liegt im Herzen von Gamla Stan und ist gut zu Fuß erreichbar, sodass es sich leicht mit einem Spaziergang durch die Altstadt verbinden lässt.
Das Kloster diente zeitweise als Gefängnis für hochrangige Gefangene, darunter Königin Christina von Sachsen, die nach der Belagerung von Tre Kronor im Jahr 1502 hier festgehalten wurde. Diese Nutzung als Haftort für Adlige zeigt, wie weit das Gebäude über seine religiöse Bestimmung hinaus in die Machtpolitik der Zeit hineingezogen wurde.
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