Kastell Iža-Leányvár, Römische Militärfestung in Iža, Slowakei.
Das römische Kastell Celemantia ist eine archäologische Stätte im slowakischen Iza, direkt an der Donau, wo die Grundmauern eines rechteckigen Militärlagers aus der Römerzeit erhalten geblieben sind. Die freigelegten Fundamente zeigen die typische Gliederung eines solchen Lagers mit Kasernen, Lagerbereichen und einem Verwaltungsbereich.
Das Lager wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. angelegt, um die Donaugrenze des Römischen Reiches zu sichern, und gehörte zum Verteidigungssystem, das als Limes bekannt ist. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurde es aufgegeben und verfiel, bis die Ausgrabungen des 20. Jahrhunderts die Reste wieder ans Licht brachten.
Celemantia war ein Außenposten des Römischen Reiches auf dem linken Donauufer, also nördlich der eigentlichen Reichsgrenze. Heute kann man beim Rundgang durch das Gelände die Grundrisse der verschiedenen Gebäudebereiche erkennen und sich vorstellen, wie der Alltag der Soldaten hier ausgesehen haben könnte.
Der Standort liegt im Freien und ist bei trockenem Wetter am angenehmsten zu besuchen, da die Bodenflächen bei Regen rutschig werden können. Informationstafeln auf dem Gelände helfen bei der Orientierung, und Führungen lassen sich in der wärmeren Jahreszeit organisieren.
Beim Kastell Celemantia befand sich eine Brücke, die das Lager mit dem gegenüberliegenden Ufer verband, wo auf heutigem ungarischen Boden ein weiteres großes römisches Lager, Brigetio, stand. Die beiden Anlagen bildeten zusammen einen kontrollierten Übergang über die Donau, was sie zu einem wichtigen Punkt entlang der gesamten Grenzlinie machte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.