Dayahatyn, Mittelalterliche Karawanserei in der Region Lebap, Turkmenistan
Dayahatyn ist eine mittelalterliche Festung an den Ufern des Amu Darya mit quadratischem Grundriss und einer Seitenlänge von etwa 53 Metern. Die dicken Mauern bestehen aus Adobe und gebrannten Ziegeln und bilden eine robuste Struktur, die Jahrhunderte überdauert hat.
Die Festung wurde im 9. Jahrhundert unter Tahir ibn Husayn als militärische Befestigung errichtet und diente zunächst zum Schutz der Region. Während der Seldschuk-Zeit im 11. Jahrhundert wurde sie zur Karawanserei umgestaltet und diente fortan als Handelspunkt.
Die Eingangsportale zeigen symmetrische Inschriften aus dem 11. und 12. Jahrhundert, die wichtige Persönlichkeiten der islamischen Geschichte würdigen. Besucher können diese Verzierungen studieren und die Bedeutung des Ortes als spirituelles Zentrum erkennen.
Der Ort befindet sich etwa 170 Kilometer nordwestlich von Turkmenabat und ist mit dem Auto erreichbar, obwohl die Straßen in dieser entlegenen Region einfach sind. Der Besuch sollte tagsüber erfolgen, um die Struktur und ihre Details richtig bewundern zu können.
Im Inneren befindet sich eine Moschee mit Mihrab-Nischen, die nach Mekka ausgerichtet sind und zeigen, dass der Ort neben einer Handelsstelle auch als Gebetsort funktionierte. Diese religiöse Dimension war wichtig für die Reisenden, die hier rasteten und beteten, bevor sie ihre Reisen fortsetzten.
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