Lystra, Archäologische Stätte in Meram, Türkei
Lystra ist eine archäologische Fundstätte in Meram in der türkischen Provinz Konya, deren Reste über sanfte Hügel im zentralanatolischen Hochland verteilt liegen. Steinmauern ragen aus dem Boden, alte Straßen laufen zwischen Feldern hindurch und Fundamente von Häusern und größeren Gebäuden zeichnen sich im Gras ab.
Die Siedlung wurde in der frühen Bronzezeit gegründet und erlebte später unter römischer Herrschaft ab 6 v. Chr. eine Blütezeit als befestigte Kolonie zur Kontrolle der Bergvölker. Christliche Gemeinschaften ließen sich hier im ersten Jahrhundert nieder und prägten das religiöse Leben über mehrere Generationen.
Der Ort erhielt seinen Namen von einer alten anatolischen Wurzel, die später in römischer Zeit angepasst wurde und heute als Hatunsaray im türkischen Dialekt weiterlebt. Besucher erkennen beim Spaziergang zwischen den Überresten, wie griechische Bauweise und christliche Versammlungsorte hier nebeneinander bestanden und das tägliche Leben der Menschen über Jahrhunderte hinweg prägten.
Man erreicht die Fundstätte über das Dorf Hatunsaray, das etwa 30 Kilometer südlich von Konya liegt und mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Das Gelände ist offen zugänglich, aber die Wege können uneben sein und festes Schuhwerk ist empfehlenswert für den Spaziergang zwischen den Ruinen.
Der Hügel Alusumas birgt noch unerforschte Abschnitte der Siedlung, in denen Bauten errichtet wurden, die den Bewohnern Schutz vor Angriffen aus der Region boten. Diese Teile sind heute von Gestrüpp bedeckt und werden nur selten von Besuchern erreicht.
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