Enez, Distrikt und Stadt von Edirne, Türkei
Enez ist eine kleine Hafenstadt im Nordwesten der Türkei an der Ägäisküste. Der Ort hat eine lange und wechselhafte Geschichte: Es gab hier antike griechische Siedlungen, byzantinische und später osmanische Phasen. Heute wirkt der Ort ruhig mit einfachen Gebäuden, breiten Stränden mit feinem Sand und Blick auf die Meriç-Flussgrenze zu Griechenland sowie Ruinen einer byzantinischen Burg auf einem Hügel.
Der Ort war in der Antike unter dem Namen Ainos als Handelshafen bekannt und wird in griechischen Texten bereits um 500 vor Christus erwähnt. Die Stadt wechselte mehrmals zwischen byzantinischen und osmanischen Herrschaften, bis sie nach dem Vertrag von Lausanne 1923 Teil der modernen Türkei wurde und viele Bewohner infolge dieser politischen Veränderungen den Ort verließen.
Der Ort trägt Spuren verschiedener Kulturen in seinen Gebäuden und Straßen. Alte byzantinische Kirchen stehen neben Moscheen, die zeigen, wie verschiedene Zivilisationen hier lebten und ihre Spuren hinterließen.
Man erreicht den Ort mit Bussen von Istanbul und anderen Städten, wobei die Fahrt etwa fünf Stunden dauert. Die Strände sind vor allem in den Sommermonaten belebt, während Insektenschutzmittel gegen Mücken in den sumpfigen Bereichen nützlich sind und beim Schwimmen sollte man auf Seeigel nahe Felsen achten.
Die nahegelegenen Feuchtgebiete und die Gala-Lagune ziehen im Winter große Flamingo-Schwärme an, ein seltenes und auffälliges Naturschauspiel. Diese geschützte Zone zeigt, wie die abgelegene Lage des Ortes an der Grenze die Natur bewahrt hat.
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