Stirling torcs, Archäologischer Fund in Blair Drummond, Stirling, Schottland.
Die Stirling Torcs sind vier goldene Halsringe aus der Eisenzeit, die in Stirling, Schottland, gefunden wurden und heute zur Sammlung der National Museums of Scotland gehören. Die vier Stücke unterscheiden sich deutlich voneinander: Eines besteht aus gedrehten Goldbändern, ein anderes hat eine röhrenförmige Form, und zwei weitere wurden aus verflochtenen Drähten gefertigt, die jeweils mit verzierten Enden abschließen.
Die vier Ringe wurden zwischen 300 und 100 v. Chr. hergestellt und gehören damit in die britische Eisenzeit. Im Jahr 2009 wurden sie von einem Hobbyarchäologen mit einem Metalldetektor unter den Überresten eines alten Rundhauses entdeckt, wo sie fast 2000 Jahre lang verborgen geblieben waren.
Die Torc-Ringe zeigen Herstellungstechniken, die man sonst eher in Irland und Frankreich findet als in Schottland, was auf weitreichende Verbindungen zwischen den Menschen der Eisenzeit hindeutet. Wer die Objekte im Museum betrachtet, sieht deutlich, wie unterschiedlich die vier Stücke gestaltet sind, obwohl sie gemeinsam gefunden wurden.
Die Torc-Ringe sind im National Museum of Scotland in Edinburgh ausgestellt und für die Öffentlichkeit zugänglich. Es empfiehlt sich, vorab die Öffnungszeiten zu prüfen und gelegentlich nach Sonderausstellungen zu schauen, bei denen einzelne Stücke möglicherweise anders präsentiert werden.
Einer der vier Ringe ist mit einem achtdrähtigem Goldgeflecht und einer Art Sicherheitskette versehen, eine Konstruktion, die in der Eisenzeit in Nordeuropa selten zu finden ist. Diese Kombination legt nahe, dass der Hersteller mit Techniken vertraut war, die eher dem Mittelmeerraum zugeordnet werden.
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