Eastern State Penitentiary, Gefängnismuseum in Fairmount, Philadelphia, Vereinigte Staaten.
Das Eastern State Penitentiary ist ein ehemaliges Gefängnis in Philadelphia, dessen Mauer aus grauen und beigen Steinen, Zinnentürme und Schießscharten eine mittelalterliche Burg nachahmen. Im Inneren strahlen sieben zweistöckige Zellentrakte von einem zentralen Kern aus, und jeder Gang wird durch eine flache Decke mit rechteckigen Oberlichtern beleuchtet.
John Haviland entwarf das Gefängnis, das ab 1822 auf dem elf Acre großen Grundstück Cherry Hill errichtet und am 25. Oktober 1829 eröffnet wurde. Sein System der Einzelhaft mit beheizten, durch Oberlichter erhellten Zellen wurde zum Vorbild für über 300 Gefängnisse weltweit. Es bestand bis 1971 und wurde 1965 zur National Historic Landmark erklärt.
Der Name der Anstalt geht auf ihre ursprüngliche Bezeichnung Cherry Hill State Prison zurück, nach dem elf Acre großen Grundstück, das der Staat 1821 erwarb. Al Capones Zelle wurde rekonstruiert und ist zu besichtigen; die Ausstellung umfasst inzwischen auch eine Zelle nach dem Vorbild derer in Guantánamo Bay.
Besucher erhalten Audioguide-Geräte mit Kopfhörern für selbstgeführte Rundgänge durch die Zellenflügel, wobei Stationen über Ausbrüche, Häftlingsalltag und berühmte Insassen wie Al Capone informieren. Festes Schuhwerk wird wegen unebener Oberflächen in den verfallenen Bereichen empfohlen.
Die radiale Anlage mit individuellen Übungshöfen ermöglichte totale Isolation, wobei Häftlinge beim Transport durch Korridore Masken trugen, um gegenseitige Erkennung zu verhindern. Manche Gefangene verbrachten Jahre ohne direkten Kontakt mit anderen Menschen außer Wärtern.
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