Wagenlenker von Delphi, Bronzestatue im Archäologischen Museum von Delphi, Griechenland
Der Wagenlenker von Delphi ist eine 182 Zentimeter hohe Bronzefigur im Archäologischen Museum von Delphi in Griechenland. Augenlider, Lippen und Augen wurden mit Kupfer, Silber und Glas eingelegt, und das lange Renngewand umhüllt den Körper in vertikalen Falten vom Hals bis zu den Füßen.
Die Skulptur entstand um 478 vor Christus als Teil eines größeren Denkmals, das einen Wagen, Pferde und mindestens einen Pfleger umfasste, und ehrte einen Sieg bei den Pythischen Spielen. Archäologen entdeckten sie 1896 unter Steinen nahe dem Apollontempel, wo sie nach einem Erdbeben begraben worden war.
Die Figur zeigt einen Wagenlenker kurz nach seinem Sieg bei den Pythischen Spielen, bei denen Sportler zu Ehren Apollons antraten und Lorbeerkränze als Preis erhielten. Das Gewand fällt in langen Falten bis zu den Füßen und zeigt, wie ein Rennfahrer während der feierlichen Siegerehrung aussah.
Der Raum im Museum lässt Besucher das Werk aus allen Richtungen betrachten und zeigt auch kleine Details wie die eingesetzten Augen. Am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sind weniger Besucher im Saal, wodurch sich ein ruhigerer Blick ergibt.
Das Gesicht bewahrt einen konzentrierten Ausdruck, wobei die Augen leicht zur Seite blicken, als würde der Fahrer noch auf die Ziellinie schauen. Die rechte Hand hielt einmal Zügel, die heute fehlen, aber die Position der Finger zeigt noch die Spannung des Rennens.
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