Tornado Alley, Geografische Region in den Great Plains, Vereinigte Staaten
Tornado Alley ist eine Großregion in den Great Plains, die sich vom nördlichen Texas über Oklahoma, Kansas und Nebraska erstreckt, wo warme feuchte Luft vom Golf von Mexiko auf kalte trockene Luftmassen aus Kanada trifft. Das flache Land ohne natürliche Barrieren ermöglicht es diesen gegensätzlichen Strömungen, sich ungehindert zu vermischen und heftige Konvektionsstürme zu erzeugen.
Meteorologen der Luftwaffe prägten den Begriff Anfang der 1950er Jahre, als sie Wetteraufzeichnungen analysierten und ein wiederkehrendes Muster schwerer Wirbelstürme im zentralen Bereich der USA feststellten. Seitdem hat sich das Gebiet zu einem Schwerpunkt der Sturmforschung entwickelt, und mobile Beobachtungsfahrzeuge verfolgen regelmäßig schwere Unwetterzellen durch die Ebenen.
In den Städten und Dörfern versammeln sich Bewohner oft in Kirchen oder öffentlichen Gebäuden, wenn sich ein Unwetter ankündigt, und die Nachbarn bleiben über Mobilfunk und Radio in ständigem Kontakt. Viele Familien richten Schutzräume im Keller ein und bewahren dort Vorräte, Wasser und batteriebetriebene Radios auf.
Reisende sollten zwischen März und Juni besondere Vorsicht walten lassen, wenn die Tornadoaktivität am höchsten ist, und immer Wettervorhersagen und Notfallmeldungen vor Ort verfolgen. Bei Durchquerung der Region ist es ratsam, die Position nahegelegener Schutzbereiche zu kennen und ein Notfallset mit Taschenlampe und Erste-Hilfe-Material im Fahrzeug mitzuführen.
Die meisten Tornados bilden sich am späten Nachmittag oder frühen Abend, wenn die Temperaturen am höchsten sind und die atmosphärischen Bedingungen am besten für Rotation geeignet sind. Stürmische Superzellen können manchmal gleichzeitig mehrere Tornados erzeugen, ein seltenes Phänomen, das als Tornado-Ausbruch bezeichnet wird.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.