Great Dismal Swamp, Wildschutzgebiet in Virginia und North Carolina, USA
Great Dismal Swamp ist ein Feuchtgebiet und Naturschutzgebiet zwischen Virginia und North Carolina, das über 46.000 Hektar dichte Wälder, Sümpfe und natürliche Erhebungen umfasst. Die Landschaft wird von Zypressen, Tupelobäumen und einem dichten Netz aus Wasserwegen geprägt, die sich durch Torfböden und schattige Waldabschnitte schlängeln.
Der englische Landvermesser William Byrd verlieh der Gegend 1728 ihren Namen, als das Sumpfgebiet damals über 800.000 Hektar umfasste. Im 19. Jahrhundert wurden große Teile trockengelegt und für Holzeinschlag genutzt, bis Naturschutzmaßnahmen ab dem 20. Jahrhundert zur heutigen Schutzzone führten.
Der Name stammt aus einer Zeit, als Sumpfgebiete als unwirtlich galten, doch für geflohene Sklaven bot das Gebiet Schutz und Lebensgrundlage. Ihre versteckten Siedlungen bestanden bis ins Jahr 1860 und hinterließen bis heute Spuren im Gelände.
Besucher können auf Wanderwegen und Wasserwegen das Gebiet erkunden, wobei Mückenschutz und wetterangepasste Kleidung empfohlen werden. Die Wege führen durch verschiedene Lebensräume, die vor allem am frühen Morgen oder späten Nachmittag zur Tierbeobachtung geeignet sind.
Der Lake Drummond, ein natürlicher Süßwassersee mit einem Durchmesser von etwa 5 Kilometern, liegt inmitten des Sumpfes und speist den historischen Dismal Swamp Canal. Der Kanal wird seit über zwei Jahrhunderten als Wasserstraße genutzt und verbindet heute noch zwei Flusssysteme miteinander.
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