Samán de Güere, Historisches Baumdenkmal in Turmero, Venezuela
Das Samán de Güere war ein riesiger Samana-Baum, dessen Stamm einen Umfang von etwa 180 Metern hatte, bevor er 2000 starb. Die versteinerten Überreste sind an ihrer ursprünglichen Stelle auf der Avenida Intercomunal von Turmero für Besucher zugänglich.
Der Baum war bereits Jahrhunderte alt, als der Forscher Alexander von Humboldt ihn zwischen 1799 und 1804 auf seiner Reise durch Amerika dokumentierte. 1933 erklärte Präsident Juan Vicente Gómez ihn zum Nationalen Historischen Denkmal und machte ihn zum ersten lebenden Organismus mit dieser Auszeichnung in Venezuela.
Der Name stammt von Güere, einem Häuptling der Karibi, der einer lokalen Legende nach unter dem Baum Zuflucht suchte. Heute erinnern die ausgestellten Waffen und Kanonen an die Kämpfe um Venezuelas Unabhängigkeit, die in dieser Region stattfanden.
Der Ort liegt auf der Avenida Intercomunal und ist leicht zugänglich für Besucher, die sich Zeit für den Rundgang nehmen möchten. Die beste Zeit zum Besuch ist morgens oder spätnachmittags, wenn die Sonne nicht direkt auf den ausgestellten Überresten scheint.
Das Holz des Baumes war so dicht und widerstandsfähig, dass die Überreste nach seinem natürlichen Tod versteintert und praktisch unverwüstlich wurden. Diesen Prozess kann man heute noch sehen, wenn man die verhärtete Oberfläche betrachtet, die zeigt, wie die Zeit den riesigen Stamm konserviert hat.
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