Franziskanerkloster Graz, Mittelalterliches Kloster und Kirche im Zentrum von Graz, Österreich
Die Franziskanerkirche ist ein religiöses Gebäudekomplex aus dem Mittelalter mit einem hohen, engen Chor aus dem 14. Jahrhundert, der sich deutlich vom breiten, niedrigen Langhaus unterscheidet. Der Komplex umfasst neben der Kirche auch ein Kloster, eine Bibliothek, Veranstaltungssäle und Gärten.
Das Kloster wurde 1239 von den Minoriten gegründet und ist damit die älteste Klosteranlage der Stadt. Die Anlage entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg und spielte eine wichtige Rolle in der religiösen und sozialen Geschichte von Graz.
Die Grabinschriften an den Kreuzgangmauern zeigen Namen, Berufe und Lebensdetails von Bürgern aus wohlhabenden Familien, die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert hier bestattet wurden. Diese Inschriften erzählen die Geschichte lokaler Persönlichkeiten und ihrer Stellung in der Stadt.
Die Kirche und der Klosterkomplex bleiben das ganze Jahr über für Besucher und Bewohner zugänglich. Es ist hilfreich, die verschiedenen Bereiche wie die Gärten und den Kreuzgang zu erkunden, um die gesamte Anlage kennenzulernen.
Der Kirchturm ist ungewöhnlich für Franziskanergebäude und wurde im 17. Jahrhundert von den Stadtbehörden als befestigte Struktur in der Nähe der Stadtmauern errichtet. Dieser Turm zeigt, wie die Kirche auch eine defensive Rolle in der städtischen Infrastruktur spielte.
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