Karl-Seitz-Hof, Denkmalgeschützter Wohnkomplex in Floridsdorf, Österreich.
Der Karl-Seitz-Hof ist ein großes Wohnensemble im Wiener Bezirk Floridsdorf, das aus mehreren miteinander verbundenen Gebäudeblöcken rund um weitläufige Innenhöfe besteht. Die Fassaden zeigen eine geschwungene, nach innen gewölbte Form und sind an den Eingängen mit bunten Majolika-Kacheln verziert.
Der Komplex wurde zwischen 1926 und 1931 nach Plänen des Architekten Hubert Gessner errichtet, als die Stadt Wien im Rahmen ihres sozialen Wohnbauprogramms in großem Maßstab Arbeiterwohnungen baute. Er gehört zu den größten Wohnanlagen des sogenannten Roten Wien, einer Periode, in der die Stadtregierung die Wohnverhältnisse der Arbeiterklasse grundlegend verbessern wollte.
Der Name des Komplexes erinnert an Karl Seitz, einen Bürgermeister Wiens, dessen Bronzebüste auf dem zentralen Platz steht. Wer durch den Innenhof geht, sieht Bewohner des Alltags, Kinder auf dem Weg zur Schule und ältere Menschen auf den Bänken, was zeigt, dass dieser Ort bis heute ein gelebtes Wohnquartier ist.
Der Karl-Seitz-Hof liegt an der Jedleseer Straße in Floridsdorf und ist mit der U-Bahn sowie mehreren Straßenbahnlinien gut erreichbar. Die Innenhöfe sind frei zugänglich, sodass man die Architektur aus der Nähe betrachten kann, ohne in Privatbereiche einzudringen.
An den Fassaden des Karl-Seitz-Hofs befinden sich fein gearbeitete dekorative Metallgitter, die heute viele Besucher kaum bemerken. Sie zeigen, dass selbst ein reines Wohngebäude in dieser Zeit mit handwerklicher Sorgfalt entworfen wurde.
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