Odilien-Blindeninstitut, Bildungszentrum für Sehbehinderte in St. Leonhard, Graz, Österreich.
Das Odilien-Blindeninstitut ist eine Schule für sehbehinderte Schüler im Grazer Bezirk St. Leonhard und prägt das Viertel mit seiner über 140 Meter langen Fassade im Stil der Neogotik. Die Anlage bietet spezialisierte Räume und Einrichtungen, die den besonderen Anforderungen ihrer Schüler gerecht werden.
Das Institut wurde 1880 auf Initiative des blinden Organisten Gustav Garzaner unter der Schirmherrschaft der Erzherzogin Stephanie gegründet und begann mit fünf Schülern. Die Einrichtung wuchs über die Jahrzehnte zu einem bedeutenden Zentrum für Blindenausbildung in Österreich heran.
Die Ottilia-Kapelle im Institut zeigt Kunstwerke aus der Gründungszeit und wurde 1916 erneuert. Der Raum spiegelt die Rolle wider, die Spiritualität im Leben der Schüler spielte.
Das Gelände ist ein aktiver Schulbetrieb und kein Museum, daher sind Besuche auf vereinbarte Termine beschränkt. Es wird empfohlen, sich vorher zu informieren, ob öffentliche Führungen oder spezielle Besuchsmöglichkeiten verfügbar sind.
Die integrierten Klassen an der angeschlossenen Volkschule wurden 2006 mit dem Pädagogischen Panther ausgezeichnet, der höchsten Bildungsauszeichnung in der Steiermark. Diese Anerkennung würdigte das Engagement, Schüler mit und ohne Sehbehinderung gemeinsam zu unterrichten.
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