Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus, Jugendstilkirche im Wiener Zentralfriedhof, Österreich
Die Karlborromäuskirche ist ein Sakralbau im Jugendstil, der sich auf einem erhöhten Platz inmitten des Wiener Zentralfriedhofs befindet. Das Gebäude zeigt eine zentrale Kuppel mit 999 sternen über einem kreisrunden Innenraum und darunter eine Gruftanlage mit Bestattungsnischen.
Der Bau entstand zwischen 1908 und 1911 unter der Leitung des Architekten Max Hegele als Ausdruck der architektonischen Innovation im frühen 20. Jahrhundert. Das Projekt war Teil einer Periode, in der Wien sich als führendes Zentrum moderner Baukunst etablierte.
Die Kirche verbindet Elemente mehrerer architektonischer Traditionen, einschließlich Verweise auf den Petersdom und ägyptische Grabbauten.
Der Zugang erfolgt vom Friedhofsniveau aus über Treppen oder Rampen zur erhöhten Ebene des Gebäudes. Im Inneren können Besucher sowohl den oberen Kirchenbereich als auch die untere Kryptenanlage erkunden.
Das Gebäude steht etwa 3 Meter über dem Friedhofsniveau und schafft eine räumliche Trennung zwischen dem heiligen Ort und der Begräbnisstätte darunter. Diese Erhöhung ist architektonisch bewusst gestaltet, um die besondere Rolle dieses Ortes innerhalb des Friedhofs hervorzuheben.
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