Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof, Volkskundemuseum in Simmering, Österreich.
Das Bestattungsmuseum Wien ist ein volkskundliches Museum im Wiener Stadtbezirk Simmering, das Bestattungsbräuche und Trauerrituale dokumentiert. Es zeigt Särge, Leichenwagen, Trägerbekleidung, Trauerkränze und weitere Gegenstände aus verschiedenen Epochen des Wiener Bestattungswesens.
Das Museum wurde 1967 gegründet und bewahrt seitdem Gegenstände aus dem Wiener Bestattungswesen, das sich seit dem 18. Jahrhundert stark verändert hat. 1987 gestaltete der Architekt Wittigo Keller die Ausstellung neu und gab der Sammlung ihre heutige Form.
Die Ausstellung zeigt, wie der Tod in Wien über Jahrhunderte als ein öffentliches, gemeinschaftliches Ereignis behandelt wurde, mit aufwendigen Prozessionen und festgelegten Trauerritualen je nach sozialem Stand. Bestimmte Objekte wie Sargschmuck oder Trauerkleidung machen diese Unterschiede heute noch sichtbar.
Das Museum liegt direkt neben dem Wiener Zentralfriedhof in Simmering und kann gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Da es hauptsächlich an Wochentagen geöffnet ist, empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vor dem Besuch zu prüfen.
Im Museum befindet sich ein Klappsarg aus dem Jahr 1784, den Kaiser Joseph II. als Sparmaßnahme einführte, der jedoch nach nur sechs Monaten wieder abgeschafft wurde. Der Sarg lässt sich am Boden öffnen, sodass der Körper direkt ins Grab fällt, während der Sarg wiederverwendet werden konnte.
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