Schloss Tabor, Mittelalterliches Schloss in Mühlgraben, Österreich.
Schloss Tabor ist ein Schloss im österreichischen Mühlgraben mit einem hakenförmigen Grundriss und zweigeschossigen Arkaden, die einen Innenhof umschließen. Ein runder Turm mit dekorativem Kartuschenaufsatz prägt das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes.
Das Schloss wurde 1469 vom steirischen Söldnerführer Ulrich Pessnitzer als befestigte Anlage errichtet. Nach mehreren Besitzerwechseln erlangte es unter der ungarischen Adelsfamilie Batthyány ab dem frühen 17. Jahrhundert seine größte Bedeutung als Adelssitz.
In der Schlosskapelle finden noch heute Gottesdienste statt, was ihr eine lebendige Funktion verleiht, die über reine Besichtigung hinausgeht. Im Innenhof mit seinen umlaufenden Arkaden spürt man, wie der Raum für Veranstaltungen wie Opernaufführungen genutzt wird.
Das Schloss befindet sich in Mühlgraben und ist am bequemsten mit dem Auto erreichbar, da öffentliche Verkehrsmittel in dieser ländlichen Gegend selten sind. Im Sommer empfiehlt es sich, früh zu kommen, um die Außenbereiche zu erkunden, bevor Veranstaltungen beginnen.
Der Name Tabor geht auf das hebräische Wort für den Berg Tabor zurück und wurde in Mitteleuropa häufig für befestigte Anlagen verwendet, die als letzte Zuflucht dienen sollten. Als die Batthyánys das Schloss übernahmen, verlegten sie ihren Hauptsitz von der nahe gelegenen Burg Neuhaus hierher, was den Aufstieg von Tabor und den Niedergang des älteren Sitzes gleichzeitig bedeutete.
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