Königliches Theater Toone, Puppentheaterkompanie aus Brüssel
Das Königliche Toone Theater ist eine kleine traditionelle Puppenbühne in Brüssel, die seit etwa 1830 in einem Gebäude aus dem späten 17. Jahrhundert betrieben wird. Der Saal verfügt über Holzbänke, bunte Dekorationen und eine handwerkliche Werkstatt, in der Puppenspieler ihre Figuren anfertigen und aufführen.
Der ursprüngliche Puppenspielbetrieb entstand in der Brüsseler Unterstadt im 16. Jahrhundert als geheime Unterhaltungsform, da Theatralisierungen von Autoritäten unterdrückt wurden. Antoine Genty, bekannt als Toone, gründete das heutige Theater um 1830 und die Tradition wurde seither von Generation zu Generation weitergegeben.
Das Theater trägt den Namen eines Puppenspielers, der in Brüssel als legendär gilt. Die Aufführungen finden in mehreren Sprachen statt, was zeigt, wie die Stadt ihre lokale Tradition für Besucher aus aller Welt bewahrt.
Das Theater liegt in der Nähe der Altstadt, ist leicht zu Fuß erreichbar und verfügt über einen Barraum im Erdgeschoss, der vor und nach den Vorstellungen entspannend wirkt. Die Aufführungen dauern etwa eine Stunde und finden in mehreren Sprachen statt, wobei es ratsam ist, Tickets im Voraus zu buchen.
Die Puppenfiguren wiegen durchschnittlich etwa 8 Kilogramm und erfordern sorgfältige handwerkliche Arbeit bei der Herstellung von Kostümen und geschnitzten Gesichtern. Der aktuelle Puppenspieler wurde 2003 formal vom Bürgermeister von Brüssel als Toone VIII ernannt, wodurch eine jahrhundertealte handwerkliche Dynastie anerkannt wurde.
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