Königliche Saint-Hubert-Galerien, Einkaufsgalerien aus dem 19. Jahrhundert im Îlot Sacré, Belgien
Die Königlichen Heilig-Hubertus-Galerien sind eine überdachte Passage in der Brüsseler Altstadt, die sich über mehr als 200 Meter erstreckt und durch aufwendig gestaltete Fassaden und elegante Schaufenster geprägt ist. Die Galerien teilen sich in drei Hauptbereiche auf – die Königsgalerie, die Königingalerie und die Fürstengalerie – die über eine zentrale Säulenhalle verbunden sind.
Die Galerien wurden 1847 vom Architekten Jean-Pierre Cluysenaar fertiggestellt, um dunkle Gassen und enge Straßen durch einen modernen überdachten Durchgang zu ersetzen. Dieses Projekt machte den Ort zu einer der ersten kommerziellen Passagen Europas und setzte einen Maßstab für urbane Einkaufserlebnisse in anderen Städten.
Die Galerien sind berühmte Orte, wo Belgier und Touristen sich treffen und Zeit verbringen, besonders wegen der vielen Chocolatiers und des Theaters, die seit Jahrzehnten hier ansässig sind. Man spürt hier eine Mischung aus Shopping und Kultur, die das Leben in der Brüsseler Altstadt widerspiegelt.
Die Galerie ist leicht zu Fuß zu erkunden und funktioniert als Fußgängerzone mit durchgehend flachen Wegen durch alle drei Bereiche. Es ist hilfreich, an der Rue des Bouchers zu beginnen, um den zentralen Peristyl zu finden und dann die verschiedenen Seitenwege zu entdecken.
Im März 1896 fanden hier Belgiens erste öffentliche Filmvorführungen statt, als die Brüder Lumière ihre bewegten Bilder in den überdachten Passagen zeigten. Dieses Ereignis machte die Galerien zu einem Ort, wo Technologie und Unterhaltung zum ersten Mal zusammenkamen.
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