Kemmel command bunker, Militärmuseum und Kalter-Krieg-Bunker in Heuvelland, Belgien
Das Kemmel-Kommandozentrum ist ein Militärmuseum und ein unterirdisches Nato-Lager in Heuvelland, das aus einem Betonbau mit operativen Einrichtungen unter einem kleinen Haus mit verborgener Tür besteht. Der Komplex enthält Operationssäle, Wohnräume, Kommunikationsstationen und eine umfassende Infrastruktur für die militärische Koordination, alles unter Erde geschützt.
Das Kommandozentrum wurde 1954 als Nato-Nervenzentrum erbaut und koordinierte die Luftverteidigung Westeuropas bis zu seinem endgültigen Abzug in den 1990er Jahren. Die Einrichtung war ein Schlüsselelement des westlichen Verteidigungssystems während der Konfrontation zwischen den Blöcken.
Der Betriebsraum zeigt umfangreiche Militärkarten und Symbole, die die strategische Planung der Nato-Streitkräfte während des Kalten Krieges verdeutlichen. Die Besucher können nachvollziehen, wie Hunderte von Soldaten in diesem verborgenen Kommandozentrum täglich zusammenarbeiteten.
Der Zugang erfolgt über einen Waldweg, der zwischen zwei Wiesen hindurchführt und von einem lokalen Informationszentrum aus erreichbar ist. Planen Sie mindestens zwei Stunden für eine gründliche Besichtigung der unterirdischen Räume und Ausstellungen ein.
Die genaue Funktion des Bunkers war jahrzehntelang streng geheim, was zu zahlreichen Spekulationen unter der Bevölkerung führte, darunter Gerüchte über Kernwaffen-Lagerungen. Erst lange nach seiner Stilllegung wurde die Öffentlichkeit über die tatsächliche Rolle des Zentrums bei der Luftverteidigung Westeuropas aufgeklärt.
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