Hankar House, Art Nouveau Residenz in Saint-Gilles, Belgien.
Das Hankar-Haus ist ein Wohngebäude im Jugendstil in der Rue Defacqz 71 im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles. Die asymmetrische Fassade aus rotem Backstein und blauem Stein ist mit Sgraffitomalereien unter den Fenstern verziert.
Paul Hankar entwarf dieses Haus 1893 als seinen eigenen Wohnsitz, im selben Jahr, in dem Victor Horta das Hôtel Tassel fertigstellte. Beide Gebäude gelten als Ausgangspunkte des belgischen Jugendstils.
Die Sgraffitti an der Fassade zeigen Naturmotive und Darstellungen von Tageszeiten, die Morgen, Tag, Abend und Nacht verkörpern. Diese dekorativen Arbeiten prägen bis heute das Gesicht des Hauses und erzählen von der künstlerischen Vision seiner Zeit.
Das Haus befindet sich in einem Wohnviertel, das auch weitere Jugendstilgebäude beherbergt, sodass ein Spaziergang durch die umliegenden Straßen empfehlenswert ist. Die Fassadendetails sind bei natürlichem Tageslicht am besten zu erkennen.
Die Sgraffitofelder an der Fassade zeigen keine beliebigen Motive, sondern stellen die vier Tageszeiten dar: Morgen, Nachmittag, Abend und Nacht. Hankar ließ diese Bilder vom Künstler Adolphe Crespin gestalten, der auch an anderen Brüsseler Jugendstilgebäuden mitgearbeitet hat.
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