Hôtel Albert Ciamberlani, Art Nouveau Villa in Ixelles, Belgien
Das Hôtel Albert Ciamberlani ist ein Wohnhaus im Jugendstil in der Avenue Defacqz, das mit seiner ungewöhnlichen Fassade aus Stein, Metall und Glas sofort auffällt. Die Architektur zeigt diagonale Linien und offene Stützen, die zu Zeiten seiner Erbauung völlig unbekannt waren.
Der belgische Architekt Paul Hankar entwarf das Haus 1897 für den Maler Albert Ciamberlani, als die Jugendstilbewegung in Brüssel an Kraft gewann. Dieses Projekt war ein Wendepunkt, der zeigte, wie weit man beim Wohnungsbau gehen konnte, indem man mit neuen Materialien und Formen experimentierte.
Das Haus zeigt, wie Künstler und wohlhabende Bewohner um 1900 leben wollten: mit modernem Design statt traditioneller Dekoration. Die offenen Metallstrukturen und geometrischen Muster waren damals völlig neu und unterschieden sich stark von klassischen Wohnhäusern in der Nachbarschaft.
Das Anwesen liegt in einem ruhigen Wohngebiet und ist von außen leicht zu besuchen, da man die Fassade von der Straße aus vollständig sehen kann. Man sollte Zeit für die Detailbetrachtung einplanen, da die architektonischen Besonderheiten auf den ersten Blick nicht immer offensichtlich sind.
Die Eingangstür befindet sich nicht in der Mitte der Fassade, sondern an einer unerwarteten Seite, was das Innenleben des Hauses komplett umstaltet. Diese asymmetrische Anordnung war für Privatwohnungen völlig ungewöhnlich und zeigt, wie weit der Architekt bereit war, Konventionen zu brechen.
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